Samstag, 19. August 2017

Bens WM-Kolumne: Und das Orakel hatte doch Recht!

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Guten Tag!

Heddesheim, 08. Juli 2010. Wie gerne h├Ątten wir daran geglaubt, dass sich das Krakenorakel bei seiner Vorhersage get├Ąuscht hat. Aber die Krake hatte Recht. Spanien hat gewonnen! Und das verdient. Sie waren einfach die Besseren!

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WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz ist entt├Ąuscht vom Spiel gegen Spanien. Bild: local4u

Von Anfang an lief unsere Elf den Spaniern hinterher, unsere Jungs reagierten nur, sie agierten nicht.

Die auffallend verunsicherte und z├Âgerliche deutsche Hintermannschaft lie├č den Spaniern h├Ąufig Vortritt und Freiraum. Vor allem Phillip Lahm und Bastian Schweinsteiger waren zu ├Ąngstlich und lie├čen ihr K├Ânnen der vorhergehenden Spiele deutlich vermissen.

├â┼ôberhaupt fehlte der gesamten Mannschaft Ideenreichtum, Spritzigkeit, Leichtigkeit und das n├Âtige Gl├╝ck, um in einem WM-Halbfinale zu bestehen. Ob es nun daran lag, dass M├╝ller gesperrt war und Trochowski auf diese Mannschaft noch nicht so eingeschworen war, oder an anderen Faktoren, bleibt offen.

Schade f├╝r den deutschen Fu├čball, denn bisher haben in diesem Turnier unsere Jungs wirklich ├╝berzeugt und nun geht es wieder nur in das kleine Finale. Die Spanier dominierten von Anfang an, kombinierten einfach besser und waren immer einen Schritt voraus. So kam es schlie├člich zu dem einzigen Tor dieser Partie.

Die Erl├Âsung f├╝r die zuvor immer mehr aufbrausenden S├╝dl├Ąnder kam in der 73. Minute. Nach einer Ecke, perfekt hereingezogen durch Xavi, landete der Ball direkt auf dem Kopf von Abwehroldie Carles Puyol, Neuer war ohne Chance.

Auch Marcell Jansen und Toni Kroos brachten am vergangenen Abend keine Freudenminuten. Wir waren nicht kompakt genug, sind nicht, wie zuvor so oft gelobt, als Einheit aufgetreten.

Auch lag unser Fehler darin, dass wir von Anfang an zu viel Respekt vor unserem Gegner hatten, obwohl dieser selbst auch einige Schwierigkeiten hatte an alte Leistungen von 2008 anzukn├╝pfen. Spanien spielte besser als Deutschland, aber nicht auf dem Niveau eines Weltmeisterfinalisten.

Damit w├Ąre der Traum vom 4. Stern nun geplatzt, aber man soll nicht nur meckern, viele gro├če, andere Mannschaften mussten l├Ąngst nach Hause gehen und wir haben das kleine Finale ja noch vor uns.

Es ist jedoch kein Leichtes zu verstehen, wie eine junge, euphorische Mannschaft innerhalb weniger Tagen so unterschiedlich auftreten kann und sich das gro├če Ziel damit verbaut.

Lobenswert war das Auftreten des ruhigen Schiedsrichters aus Ungarn, der mit viel Ruhe und Gelassenheit, ohne nennenswerten Fehler die Partie voll im Griff hatte.

Schade Jungs, wir haben so mit euch gefiebert!

Auf geht’s – der dritte Platz f├╝hrt auch aufs Treppchen.

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.

  • Grazy67

    Hi,

    tja mal Ehrlich wer h├Ątte denn gedacht das die Jungs so weit kommen.^^
    Ich hab,s nichtmaa geguckt weil Fussball mich nicht interessiert.
    Aber Nationalstolz hab ich selbstverst├Ąndlich auch^^(hab ja auch Gedient und zwar 15 Monate, die jetztigen 6 sind l├Ącherlich sollten es ganz abschaffen^^ bin abgeschweift sorry;-))

    Ich bin stolz auf unsere Mannschaft
    lieber verdient verloren als nicht verdient gewonnen ;-)) Meine Meinung^^