Mittwoch, 21. November 2018

Reaktionen der Standbetreiber auf den Weihnachtsmarkt

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Guten Tag!

Heddesheim, 07. Dezember 2009. Der Start des diesjÀhrigen Weihnachtsmarkts auf dem neuen Dorfplatz war verhalten. Trotz Regens besuchten erfreulich viele Heddesheimer und auswÀrtige GÀste dann am Samstag doch noch den Weihnachtsmarkt. Das heddesheimblog hat sich bei den Standbetreibern umgehört, wie diese aus ihrer Sicht den Weihnachtsmarkt beurteilen.

Die Umfrage unter den Standbetreibern ist eine Sicht auf den Weihnachtsmarkt – sie bestimmen das Angebot und ihre Zufriedenheit bestimmt ihre Entscheidung, wiederzukommen oder nicht. Die Stimmung unter den Besuchern war neugierig – der Besuch ordentlich.

Die Redaktion hat den Standbetreibern fĂŒnf Fragen gestellt:

  1. Waren Sie vergangenes Jahr beim Weihnachtsmarkt auf der Kunsteisbahn dabei?
  2. Hat es Ihnen auf dem Dorfplatz oder auf der Eisbahn besser gefallen?
  3. Sind Sie mit dem Umsatz zufrieden?
  4. Was wurde am meisten nachgefragt?
  5. Kommen Sie nÀchstes Jahr wieder?

Ein guter Teil der Anbieter war neu und konnte keinen Vergleich zum Weihnachtsmarkt auf der Kunsteisbahn ziehen. Diejenigen, die vergangenes Jahr dort waren, lobten die schöne AtmosphĂ€re auf der Eisbahn, halten aber beide PlĂ€tze fĂŒr etwa gleich gut geeignet – wobei der Umsatz an der Eisbahn dem GefĂŒhl nach besser war.

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Einerseits zu eng.... Bild: hblog

Interessant ist, dass vor allem die Anbieter von GetrĂ€nken und Speisen einen besseren Umsatz auf dem Dorfplatz angeben – wahrscheinlich wegen der zentraleren Lage, die eher „zu Fuß“ erreicht werden kann. Sicherlich aber auch, weil durch den gleichzeitigen Betriebe der Kunsteisbahn eine Konkurrenz entstanden ist und damit der Umsatz fĂŒr die „WarenverkĂ€ufer“-StĂ€nde nur von „geht so“ ĂŒber „zufrieden stellend“ bis „gut“ war.

Die UmsĂ€tze wurden insgesamt als „zufrieden stellend“ bis „gut“ bewertet. Die Bewertung „sehr gut“ im Vergleich zur Eisbahn gab es nicht.
Sicherlich hat das erst kalte, dann doch wĂ€rmere, aber zu regnerische Wetter die Umsatzlage je nach Angebot gebremst: Zu kalt und ungemĂŒtlich beim Start, zu regnerisch fĂŒrs Flanieren, zu warm fĂŒr GlĂŒhwein.

Unzufriedenheit gab es durch teils sehr unterschiedliche Preise, beispielsweise beim Bier, dass auch fĂŒr einen Euro angeboten wurde: „FĂŒr Speisen und GetrĂ€nke mĂŒssen Mindest- und Höchstpreise festgelegt werden, sonst ist das ruinös.“

BemĂ€ngelt wurde das kulinarische Angebot: „Da geht mehr – die Vielfalt lockt“, sagten einige Aussteller. Insgesamt wurde am meisten Kritik an der Organisation und der Mischung geĂ€ußert: „Eine bessere Vorbereitung wĂ€re wĂŒnschenswert. Auch das Ambiente wirkte etwas beduinenhaft – schnell was aufgestellt, aber wenig in der Mischung durchdacht.“ Insgesamt wĂŒnschte man sich mehr Festlichkeit und eine bessere Information ĂŒber den Markt.

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...andererseits zu wenig festlich, so die Kritik. Bild: hblog

Außerdem wurde kritisiert, dass die „Harmonie“ nicht stimmte. WĂ€hrend im vorderen Bereich (von der Schaafeckstraße aus gesehen) „GedrĂ€nge“ herrschte, wurde es zur Platzmitte hin teils „zu leer“ und zu „dunkel“. Hier wĂ€re ein besseres Konzept wĂŒnschenswert. Aus Kundensicht sei die Toilettensituation nicht zufrieden stellend gewesen.

Insgesamt herrschte aber eine positive Stimmung vor. Trotz der wetterbedingten und organisatorisch widrigen UmstĂ€nde Ă€ußerte die Mehrzahl der Standbetreiber die Absicht, auch im nĂ€chsten Jahr wieder dabei zu sein.

Redaktion heddesheimblog
Mitarbeit: Horst Pölitz

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.