Freitag, 16. November 2018

Objekte, subjektive, richtige, falsche, zulässige, unzulässige Berichterstattung – es gibt mehr als eine Informationsquelle

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Guten Tag!

Heddesheim, 07. Oktober 2009. Unser Meinungsbeitrag „Braucht Heddesheim ein Oktoberfest?“ hat für ordentlich viel Diskussionstoff gesorgt. Bis zum Verfassen dieses Textes wurden 20 Kommentare dazu geschrieben, einige mehr wurden wegen problematischer Inhalte nicht veröffentlicht.

heddesheimblog

Nach Kenntnis der Redaktion ging das Thema durchs Dorf: „Wie kann der sowas schreiben? Für was hält der sich?“, reagierten viele empört. „Super-Text, der mir aus der Seele spricht. Absolut meine Meinung. Endlich sagt einer was“, reagierten andere. Und manche schrieben schon fast hasserfüllte Schmäh-Kommentare und emails.

Was war passiert? Es wurde eine Meinung geäußert. Eine, die nicht jeder teilt, viele aber doch. Wie es halt so ist, im Leben.

Auch gestern wurde über Meinungen entschieden. Allerdings nicht im heddesheimblog, sondern durch Richter am Landgericht Mannheim. Auch hier ging es im Kern um Meinungsäußerungen und deren Zulässigkeit.

Das heddesheimblog steht im Gegensatz zu vielen anderen Medien für Transparenz. Wir wissen, dass es außer unserer Berichterstattung auch noch andere Berichterstattungen gibt. Ebenso gibt es neben unseren Meinungen in hier veröffentlichten Beiträgen auch andere Meinungen.

Für uns ist das ganz normal und ehrlich gesagt sind wir froh, in einem Land leben und arbeiten zu dürfen, in dem diese Meinungsfreiheit grundgesetzlich geschützt ist.

Für die Schreiber der Schmäh-emails und Hass-Kommentare gilt das nicht. Die würden am liebsten jeden, der nicht ihrer Meinung ist, aus dem Dorf jagen. Ganz verarmte Geister basteln sorgfältig Nagelbretter und legen diese vor Autoreifen.
Vollidioten gibt es halt überall auf der Welt – ob die Meinungsfreiheit garantiert ist oder nicht.

Die Redaktion wünscht sich einen transparenten Austausch mit ihren Leserinnen und Lesern und bittet deswegen alle, die vielleicht Schwierigkeiten mit dem ungewohnten „Stil“ der Redaktion haben, den Vergleich zu suchen.

Vollständig kostenlos – das einzige, was Sie aufbringen müssen, ist Interesse und die Zeit, die Artikel zu lesen – Wer sich eine Meinung bilden will, muss leider auch ein wenig dafür tun.

Vergleichen Sie bitte selbst, direkt, ohne Einschränkung an drei Beispielen aus dieser Woche, wie das heddesheimblog und der Mannheimer Morgen über ein und denselben Sachverhalt berichten. Die Themen sind: Veranstaltung, Gerichtstermin, Sport.

Oktoberfest der TG

Mannheimer Morgen:
Nach ein paar Takten springt der Funke über

heddesheimblog:
Braucht Heddesheim ein Oktoberfest?

Gerichtstermin „Pfenning“ gegen „Karnasch“

Mannheimer Morgen:
Vergleich im Streit über Fotomontage
Vergleich im Rechtsstreit um Pfenning

heddesheimblog:
Die Angst vor der völlig falschen Darstellung fängt bei der Selbstdarstellung an
Kein Anspruch auf die „richtige“ öffentliche Meinung
Ist da noch Musik drin? Richter bewegt Parteien zum Vergleich
Streit um Fotomontage: IG neinzupfenning und KMP-Holding (Pfenning) vergleichen sich

Tanzsportwochenende

Mannheimer Morgen:
Anmutig und schwungvoll über das Parkett

heddesheimblog:
Tanzen – Hingabe und Beherrschung
Elegant und sportlich – das Heddesheimer Tanzsportwochenende

Anmerkung der Redaktion:
Die älteren Texte stehen unten, die neueren oben.
Die Berichte zum Tanzsportwochenende und zum Oktoberfest erschienen im heddesheimblog mindestens einen Tag vor dem Bericht im Mannheimer Morgen.
Auch die Berichte zum Gerichtstermin erschienen im heddesheimblog schneller als im MM, allerdings konnte hier die Kollegin „Görlitz“ in diesem Fall nicht „stibitzen“, weil deren Artikel schon in Produktion waren, als unsere veröffentlicht wurden.
Seit Montag hat der Mannheimer Morgen sechs Artikel mit Bezug auf Heddesheim veröffentlicht – beim heddesheimblog waren es dreizehn Artikel, also mehr als das Doppelte. Außerdem erschienen beim heddesheimblog bis Dienstag, 06. Oktober 2009, noch 28 veröffentlichte Kommentare zu diesen Artikeln.

Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.