Dienstag, 22. August 2017

Zufriedene Sportschützen: Ãœber 7.000 Eier geschossen

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Guten Tag!

Heddesheim, 06. April 2010. Das diesjährige Ostereierschießen bei der Schützengesellschaft 1894 e.V. Heddesheim war aus Sicht des Vereins wieder ein Erfolg – auch aus Sicht der Gäste, die sich rund 7.100 Eier und Dutzende von Schoko-Osterhasen für ihre Treffer mit nach Hause nehmen konnten.

Die Regeln sind einfach: Gewehr öffnen, Diabolo-Projektil einlegen, Gewehr schließen, anlegen, anvisieren und Schuss. Wer den schwarzen Bereich in der zehn Meter entfernten Scheibe trifft, erhält ein Osterei, wer die Mitte trifft sogar zwei.

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Es kommt vor allem auf die Konzentration an. Bild: hblog

Also wurden für 7.100 erfolgreich geschossene Ostereier mindestens 3.500 Schuss abgegeben und höchstens 7.100 Schuss – vorausgesetzt, jeder Schuss war ein Treffer. Vier Schuss kosteten zwei Euro.

„Wie oft ist geschossen worden?“ Andreas Laske, Pressewart bei den Sportschützen lacht und sagt: „Keine Ahnung. Aber ziemlich viel und auch ziemlich erfolgreich. Gerade Karfreitag haben die Gäste teilweise Schlange gestanden.“

Viele Gäste kamen mit dem Fahrrad – verbanden einen Ausflug mit einem Sporterlebnis. „Schießen erfordert viel Ãœbung. Die Hauptsache ist die Konzentration“, sagt Laske: „Natürlich auch die Bewegung, die Haltung, der Atem. Da gibt es jede Menge zu beachten.“

Was ist ein richtig erfolgreicher Schütze? „Einer unserer Senioren hat schon mal 298 von 300 möglichen Punkten geschossen“, sagt Laske. Das bedeutet 28 Mal zehn Punkte für einen Treffer genau in der Mitte der Scheibe und zwei mal nur neun Punkte, weil die Mitte knapp verfehlt wurde. Respekt.

Respekt aber auch für all die Schützen, die stolz eine Palette mit 30 Eier vor sich stehen haben. Ab 30 „erschossenen“ Eiern gabs einen Schoko-Hasen als Belohnung obendrauf.

Die Jugend durfte mit speziellen Luftgewehren schießen, die etwas kürzer und leichter sind. Drei Stück hat der Verein, jedes kostet um die 1.500 Euro. „Das sind Präzisionssportgeräte, die wenig mit den Gewehren auf dem Jahrmarkt zu tun haben“, sagt Laske.

Im normalen Sportbetrieb ist das Auflegen der Waffen nicht erlaubt – die Gäste durften allerdings die Stützen als Hilfe verwenden: „Ohne die wäre es sehr viel schwerer“, sagt Andreas Laske.

Die Schützen sind bis auf wenige Resteier fast alle 7.200 vorhandenen Ostereier losgeworden. Für den Verein ein wichtiger Beitrag für die Vereinskasse, aber auch für die Imagewerbung: „Schießen ist ein verantwortungsvoller Sport, der viel Spaß macht“, sagt Laske, der immer gut gelaunt ist.

Vielleicht hat das Ostereierschießen das ein oder andere neue Mitglied gebracht: „Anfragen gabs, jetzt schaun wir mal, ob was draus wird“, sagte Laske.

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Das heddesheimblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.