Mittwoch, 18. September 2019

In eigener Sache: Das heddesheimblog, Berichterstattung und Wahlkampf

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Guten Tag,

Ende April 2009 ist das heddesheimblog gestartet.

Bis heute sind 149 Artikel erschienen. Rund 60 Kommentatoren haben 380 Kommentare geschrieben, 18 Kommentare wurden wegen VerstĂ¶ĂŸen gegen Persönlichkeitsrechte oder verbaler AusfĂ€lle gesperrt.

Rund 14.000 Besucher haben sich in dieser Zeit fĂŒr das heddesheimblog interessiert und rund 115.000 Seiten wurden aufgerufen. Die Aufrufe der Kommentare nicht mitgezĂ€hlt.

Das heddesheimblog ist aus einem Informationsdefizit entstanden.

In Heddesheim will sich ein Logistik-Unternehmen, die „Pfenning-Gruppe“, niederlassen. Doch die Informationen des Rathauses, der politischen Parteien, des Gemeinderates, des Unternehmens sowie des regionalen Zeitungsmonopolisten Mannheimer Morgen sind mangelhaft.

Aus diesem Grund hat sich der freie Journalist Hardy Prothmann entschlossen, diesem Informationsdefizit, eine Informationsplattform entgegenzusetzen.

Die ÃƓberprĂŒfung der Aussagen von EntscheidungstrĂ€gern, die Recherche von HintergrĂŒnden, der Blick ĂŒber den Tellerrand, die Dokumentation der Ereignisse sind hier im heddesheimblog nachzulesen.

Das heddesheimblog bedankt sich an dieser Stelle auch bei allen Heddesheimern, die ihre Leserbriefe hier veröffentlicht haben und allen, die mit Informationen zur Veröffentlichung von Artikeln beigetragen haben!

Morgen wird in Heddesheim ein neuer Gemeinderat gewĂ€hlt. Der neue Rat wird genauso kritisch begleitet wie der amtierende. Unter kritisch versteht das heddesheimblog den ursprĂŒnglichen Begriff: kriteia, die Kunst, die Dinge auseianderzuhalten.

Auch nach der Wahl wird das heddesheimblogĂ‚Â ĂŒber die Entwicklungen beim „Pfenning-Projekt“ berichten.

Wie gewohnt, wird kein Terminjournalismus stattfinden, der aufschreibt, was irgendjemand aufgeschrieben haben will.

Die Recherche, also die ÃƓberprĂŒfung von Fakten, ist oberstes Gebot. Recherche heißt aber auch, neue Aspekte zu finden und Themen zu erweitern.

Der bisherigen Berichterstattung ist von diversen Kommentatoren und auch außerhalb dieser website vorgeworfen worden, sie sei „einseitig“, „schlecht recherchiert“, „gesiebt“, „manipulativ“, „interessengesteuert“ oder „eigennĂŒtzig“ usw.

Diese Kritiker hat das heddesheimblog immer wieder aufgefordert, diese Unterstellungen mit Belegen aus den veröffentlichten Artikeln zu belegen. Es blieb bei den Unterstellungen.

Das heddesheimblog hat es sich durch seine fĂŒr die Gemeinde Heddesheim ungewohnte Berichterstatttung zunĂ€chst mit allen Parteien, dem BĂŒrgermeister, dem Gemeinderat „verscherzt“.

Das war niemals das Ziel der Berichterstattung. Aber die Folge.

FĂŒr die weitere Berichterstattung spielen die Anfeindungen und die Informationsverweigerung durch den BĂŒrgermeister, die CDU und Teile der anderen Parteien keine besondere Rolle. Es gibt immer auch andere Wege, um an Informationen zu kommen.

Dem heddesheimblog wurde auch vorgeworfen, es wolle „belehren“ oder sich ĂŒber „andere erheben“.
Auch das sind VorwĂŒrfe, die unhaltbar sind und nicht belegt wurden.

Das heddesheimblog informiert und bietet mit zahlreichen Links zu anderen Informationsangeboten im Internet offensiv die Kontrolle der eigenen Informationen an.
Die Informationsfreiheit ist ein sehr hohes Gut und das heddesheimblog fördert diese, so gut es kann.

Am Anfang der Berichterstattung konnten nur wenige damit umgehen, dass urplötzlich „irgendjemand“ Fragen stellt und sich nicht „zur Ordnung“ rufen lĂ€sst. Im Mitteilungsblatt und im Mannheimer Morgen gibt es immer nur „Schmuse“-Artikel, die niemandem „weh“ tun.

Das heddesheimblog will auch niemandem aus Prinzip weh tun. Aber wenn es sein muss, scheut es sich nicht davor, die Fakten zu nennen, die dann „schmerzen“ – egal, wer das ist.

Die GrĂŒnen haben als erste verstanden, dass die Berichterstattung hier nur Bericht erstattet – auch wenn der Partei das nicht gefĂ€llt. Auch in der FDP und in der SPD zeigen sich Mitglieder gesprĂ€chsbereit und verstĂ€ndig, dass Dinge, die kritisiert werden mĂŒssen, auch kritisiert werden. Bis heute zeigt sich allein die Heddesheimer CDU resistent gegen jede Form von Eigenkritik.

Dabei hat das heddesheimblog von Anfang an jedem der Akteure ein GesprÀchsangebot gemacht. Das gilt auch weiterhin.

Obwohl es viel Aufregung gab, haben sich Heddesheimer ohne Angst bereit erklÀrt, sich im heddesheimblog portrÀtieren zu lassen. Das verdient Respekt.

Allerdings gab es auch zu ganz unpolitischen Anfragen Ablehnungen: „Mich kennt jeder im Ort, ich brauche von Ihnen kein PortrĂ€t“, erwiderte eine Heddesheimerin eine PortrĂ€tanfrage.
Auch hier liegt ein MissverstĂ€ndnis vor: Die PortrĂ€ts werden nicht geschrieben, weil die betreffende Person das „braucht“, sondern, um den Lesern eine Person vorzustellen. Wenn diese aber schon „jeder kennt“, dann schreibt das heddesheimblog halt nichts dazu. Das wĂ€re ja auch irgendwie Zeitverschwendung.

Andere haben die Berichterstattung zum Anlass genommen, langjĂ€hrige Nachbarschaften und ein gutes Miteinander aufzukĂŒndigen, nur weil Heddesheimer in irgendeinem Kontakt zum Journalisten Hardy Prothmann stehen. Das ist bedauerlich. Aber es ist zu Ă€ndern, wenn man bereit ist, nochmal nachzudenken.

Das heddesheimblog wird also weiter zum Thema Pfenning berichten. UnabhĂ€ngig, ergebnisoffen und ohne RĂŒcksichtnahmen auf irgendwelche Befindlichkeiten.
Der Tagesthemen-Moderator Hajo Friedrichs hat immer gesagt: Ein Journalist soll sich nicht mit einer Sache gemein machen – auch nicht mit einer „guten“. So hĂ€lt es auch das heddesheimblog .

Die Berichterstattung ĂŒber andere Themen wird ausgebaut. So die Reihe „Ich bin ein Heddesheimer“ oder Berichte ĂŒber Kultur. Auch ĂŒber Vereine, Sport, die lokale Wirtschaft, soziale Themen wird berichtet werden.

Die enormen Zugriffszahlen zeigen, dass die Heddesheimer ein BedĂŒrfnis nach gut recherchierten und unabhĂ€ngigen Informationen haben und dass sie genauso gerne politische Themen lesen wie hintergrĂŒndige und unterhaltende.

Wenn Sie ein Thema haben, ĂŒber das „mal was geschrieben werden mĂŒsste…“, dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.