Montag, 21. August 2017

Ammonikaustritt an der Eisbahn

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Heddesheim, 06. September 2010. (red) Gegen 13:30 Uhr ist es heute zu einem Unfall an der Eisbahn gekommen. Zwei Männer wurden durch den Austritt von Ammoniak leicht verletzt. Der Einsatz der Feuerwehr vor Ort dauert zur Zeit (14:40 Uhr) noch an.

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Einsatz an der Eisbahn: Ammoniak, ein gef√§hrliches Gas, das zur K√ľhlung gebraucht wird, ist ausgetreten. Zwei M√§nner wurden leicht verletzt. Bild: heddesheimblog

Zwei Mitarbeiter einer Baufirma aus Schwetzingen waren im Maschinenraum der K√ľhlanlage mit Reinigungsarbeiten betraut. Die M√§nner sandstrahlten Rohrleitungen, als einer der beiden das stark stechend riechende Gas Ammoniak wahrnahm und seinen Kollegen alarmierte.

Beide Männer konnten das Gebäude selbstständig verlassen, zogen sich aber Reizungen der Schleimhäute und Atemwege zu. Beide wurden vor Ort durch das Deutsche Rote Kreuz und den ASB notärztlich versorgt. Die beiden leichtverletzten Männer wurden in eine Klinik zur Beobachtung gebracht.

Die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim hat das Gelände gesichert und schlägt das Gas mit Wasser nieder. Vor Ort wird nach unseren Informationen die Wasserschutzpolizei erwartet, die bei derartigen Betriebsunfällen die polizeiliche Untersuchung vornimmt.

Ob der Ammoniak-Austritt schon gestoppt ist, ist zur Zeit nicht bekannt. Kurz nach 14:00 Uhr sollen die Ventile des Tanks geschlossen worden sein. Wieviel Gas ausgetreten ist, ist ebenfalls nicht bekannt. Die Einsatzkr√§fte der Feuerwehr sind mit Schutzanz√ľgen und Atemger√§ten im Einsatz.

Nach Informationen der Redaktion wurden die rostigen Rohrleitungen durch das Sandstrahlen porös, in der Folge konnte das Gas austreten. Nach Informationen vor Ort sind die Rohrleitungen in keinem guten Zustand Рes wird von deutlichen Verrostungen berichtet.

Auf den umliegenden Sportstätten war zum Zeitpunkt des Unfalls nach unseren Informationen kein Betrieb. Die Eisbahn öffnet traditionell im November.

Ammoniak (NH3) ist eine der weltweit meist produzierten Chemikalien und wird beispielsweise zur D√ľngemittelherstellung verwendet, aber auch als K√§ltemittel. Das hochgiftige Gas wirkt stark reizend auf die Schleimh√§ute und erstickend.

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√úber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr√ľndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr√§ts und Reportagen oder macht investigative St√ľcke.

  • Heddesheimer

    Der Unfall ist schon schlimm genug und ich hoffe doch f√ľr die Arbeiter glimpflich ausgegangen. Niemand sollte zur arbeit gehen um sich dort zu verletzen.

    Eine Aufarbeitung des Vorfalls halte ich aber f√ľr n√∂tig.

    Wie und wer kam zum Schluss das die Leitungen sandgestrahlt werden k√∂nnen. Ich nehme mal an die Leitungen waren w√§hrend der arbeiten weitgehend drucklose, wie h√§tte es ausgesehen wen die Leitungen erst nach der Instandsetzung beim Eisbahnbetrieb geborsten w√§ren oder wollte man nach dem Sandstrahlen erst die Qualit√§t der Rohre pr√ľfen?

    Ich vermute einfach mal das es jetzt gewisse auflagen geben wird um den Eisbahnbetrieb aufnehmen zu können, ob man diese aufgrund der Fehleinschätzung zeitlich abarbeiten kann vor der Wiederinbetriebnahme bleibt zu hoffen.

    Ein brisantes Thema da es um Sicherheit geht, ich werde es weiter verfolgen.

    • dasheddesheimblog

      Guten Tag!

      Unsere redaktionelle Einsch√§tzung ist √§hnlich und eine Anfrage bez√ľglich der Sicherheit ist an die Gemeinde gestellt.
      Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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    • Heddesheimer

      Achso, danke an die Feuerwehr f√ľr ihr Bereitschaft und ihr schnelles eingreifen.

  • kompakter

    hallo,

    ich schließe mich da dem heddesheimer an. da sandstrahlen die arbeiter die rohre, nix passiert, die gehen nahc hause und dann kommen hunderte von kindern auf die eisbahn und dann gibt das rohr seinen geist auf und das ammoniak tritt aus.
    hat jemand ne stinkbombe geworfen? haha, man macht sich lustig und dann fällt der erste um. und dann versuchen andere zu helfen und die fallen auch um.
    das ist der absolute horror.

    gruß

    • CB

      Guten Tag!

      Das kann ja nicht wahr sein … wenn, und wenn dann noch, dann w√§re ja qausi der ganze Ort ausgel√∂scht worden:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Explosion_des_Oppauer_Stickstoffwerkes

      Wenn ich heute beim Brötchen holen nicht gebremst hätte, dann hätte ich auch in den Tanklaster krachen können und wenn der dann in das Haus mit den Sanierungsarbeiten und dem Schweißgerät rutscht und dann noch dem Spaziergänge vor Schreck die Fluppe aus dem Mund fällt, dann wäre die Siedlung nicht mehr!

      Hierzu empfehle ich die Suche nach „Stenkelfeld“!

      Man sollte also die Kirche im Dorf lassen!
      Sicher muss der Vorfall untersucht werden, aber diese hysterische Dramatisierungen sind nicht zielf√ľhrend und einfach √ľbertrieben.

      Sonnige Gr√ľ√üe vom Balkon!

      • Heddesheimer

        Hallo?

        Es kommt dem schon nahe. Ich finde eigentlich nur ihre Metapher an den Haaren herbeigezogen und irrelevant.

        Gibt es schon eine Presseerklärung der Gemeinde?

        Als Bewohner und Besucher von √Ėffentlichen Einrichtungen erwarte ich eine L√ľckenlose und √∂ffentliche Information.

  • Tagesbetrachter

    CB sie werden immer eigenartiger, schon fast bedauernswert.
    Es erstaunt schon, dass sie trotz einer klaren Doku nicht in der Lage sind Stickstoff von Ammoniak zu unterscheiden. Schauen sie doch mal bei bei Wikipedia nach, so werden auch sie f√ľndig. Dank sei unserer Feuerwehr, die gut gearbeitet hat.

    Interessant sind ihre Vergleich schon, betrachtet man ihre Beiträge zu Pfenning.
    Sie verwechseln Chemie wie sie Fakten verwechseln. Sie argumentieren r√§tselhaft. Ich mache mir Sorgen. Aber ich kann sie tr√∂sten. F√ľr derartige Probleme gibt es hervorragende Hilfe in unserer Metropol-Region, aber Vorsicht, die verwenden auch „Stickstoff“.

    Gr√ľ√üe aus dem Stickstoffkeller