Sonntag, 20. August 2017

„Unvergessliche Hochzeit…“

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Guten Tag!

Aktualisierung: Mehrere LeserInnen haben uns auf Unstimmigkeiten in der Polizeimeldung aufmerksam gemacht. Wir haben bei der Polizei nachgefragt und folgende Auskunft erhalten: „Der Vorfall fand in Hessen statt – die Anzeige wurde aber in Heddesheim erstattet.“
Hintergrund: Man kann auf jeder Polizeidienststelle eine Anzeige erstatten – egal, ob sich ein Vorfall im betreffenden Einzugsgebiet oder anderswo in Deutschland zugetragen hat. Warum der Mann in Heddesheim Anzeige erstattet hat, ist unbekannt.
Es ist also kein Gastronomiebetrieb in Heddesheim betroffen.
An unsere aufmerksamen LeserInnen: Vielen Dank f├╝r den Hinweis!

Heddesheim, 05. August 2010.

Aus dem Polizeibericht:

„In jeder Hinsicht unvergesslich d├╝rfte die Hochzeit einem Paar aus Hessen bleiben. Der 34-j├Ąhrige Ehemann erschien in diesen Tagen auf dem Polizeiposten in Heddesheim, um eine Anzeige zu erstatten. Hierbei gab er nach Polizeiangaben folgende Schilderung seiner Hochzeitsvorbereitungen zu Protokoll: Bereits Ende 2009 vereinbarte der 34-J├Ąhrige mit der Inhaberin einer Gastst├Ątte, ebenfalls in Hessen, die Ausrichtung der Hochzeitsfeier, zu der das Paar rund 200 G├Ąste erwartete. F├╝r ihre Leistungen und die Anmietung eines an das Restaurant angrenzenden Saales verlangte die Inhaberin eine Anzahlung von 3600 Euro. Nachdem die Zahlung geleistet war, begann f├╝r das Paar eine Zeit des Bangens. Mehrere geplante Treffen lie├č die Gastronomin platzen, telefonisch war sie ebenfalls nur schwer erreichbar. Noch eine Woche vor der Ende Juni 2010 geplanten Hochzeit versicherte die Wirtin dem Paar, dass alles geregelt und vorbereitet sei. Dass dem jedoch nicht so war, mussten die zuk├╝nftigen Eheleute einen Tag vor dem Fest erfahren.

├â┼ôber einen Dritten lie├č die Hochzeits-Planerin die Absage der Feier ausrichten. Beide Parteien werden sich wohl in absehbarer Zeit vor Gericht wiedersehen. Zwischenzeitlich ist das Paar gl├╝cklich verheiratet. Auch die Hochzeitsfeier, die man in einer organisatorischen Meisterleistung quasi „├╝ber Nacht“ auf die Beine gestellt hatte, war ein Erfolg. Die R├╝ckerstattung der Anzahlung steht noch aus.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.

  • kompakter

    hallo,

    superschnelle und gute reaktion auf die leser. respekt, herr prothmann. bin mal gespannt, ob der mm bei seiner meldung auch nachkorrigiert. eigentlich ist die antwort schon klar.

    gru├č

  • Der Leser

    Ich kann keinen Grund finden, warum hier korrigiert worden muss. Aus dem Bericht geht doch klar hervor, dass der Anzeigenerstatter aus Hessen ist, ebenso wie die ├ľrtlichkeit. Oder welche Unstimmigkeiten sind gemeint?

  • CB

    Guten Morgen!

    Jetzt passiert hier genau das, was sonst immer angeprangert wird!
    Da wird einfach nur die Meldung platziert und beim Lesen h├Ątte es schon auffallen k├Ânnen.

    Dann sind hier aber noch Leser („kompakter“) die das als Erfolg feiern.
    Bei aller Sympathie … bleiben wir mal relaistisch.

    Es war eine v├Âllig belanglose Meldung – selbst wenn sie in Heddesheim gewesen w├Ąre – und man hat dabei den Bock geschossen, den man dem MM immer vor die Flinte schieben will.

    Ich hoffe auf Besserung und darauf, dass die Redaktion ihren eigenen Anspr├╝chen gerecht wird, sowie das die Leser nicht nur aus Prinzip die Redaktion bejubeln.

    Sonnige Gr├╝├če!

    • dasheddesheimblog

      Guten Tag!

      Danke f├╝r Ihren Beitrag.
      Ob die Meldung „belanglos“ ist, beurteilt jeder anders. Wir haben sie als wichtig eingestuft, denn eine Hochzeitsfeier oder andere Feste sind f├╝r die G├Ąste sicher von Belang. Und damit auch die Frage, ob man sich auf die gebuchte Gastronomie verlassen kann.

      Im vorliegenden Fall waren wir nicht aufmerksam genug – haben dies aber nachgeholt. Ihre Aufregung k├Ânnen wir deshalb nur bedingt nachvollziehen – Fehler passieren, die Frage ist, wie man damit umgeht. Wir machen das transparent und haben keine Zweifel, dass wir „unseren eigenen Anspr├╝chen gerecht werden“.

      Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
      Das heddesheimblog

      • CB

        Guten Tag!

        Es ist doch eine „zivilrechtliche Rangelei“ zwischen zwei B├╝rgern.

        Wenn die Frage nach der Verl├Ąsslichkeit der gebuchten Gastronomie relevant w├Ąre, dann m├╝sste man diese auch benennen.
        Der Kreis von potentiellen Kunden f├╝r Gastronomie und Bezahlung in Vorkasse d├╝rfte jedoch sehr klein.
        Zumal dies in der Branche mehr als Un├╝blich ist und, allein dies schon h├Ątte stutzig machen m├╝ssen.

        Wenn es transparent w├Ąre, dann w├Ąre auch mein Kommenatr von 08:46 Uhr freigeschaltet worden! ­čśë

        Kellergr├╝├če!

        • CB

          Da hat sich die Freischaltung wohl ├╝berschnitten mit meinem n├Ąchsten Kommentar.

          ├âÔÇ×ndert aber nichts am reastlichen Inhalt!

  • Pf├Ąlzer

    Hallo CB,
    das Wort welches jene Sie 2x verweifelt zu schreiben versuchten, nennt sich realastisch ­čśë

    Erinnert mich irgendwie an Homer Simpson, „… nukular, das Wort heisst nukular…“

    Spa├č muss sein ­čśë
    Gr├╝├če aus der Pfalz