Sonntag, 20. August 2017

Umlegung von Grundstücken auf „Pfenning“-Gebiet beschlossen

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Guten Tag!

Heddesheim, 05. Mai 2010. (red) Am 27. April 2010 hat der Umlegungsausschuss nicht-öffentlich die Durchführung einer Umlegung im Gebiet „Nördlich der Benzstraße“ beschlossen.

Für die Grundstücke des Umlegungsgebiets „Nördlich der Benzstraße“ wurden eine Bestandskarte und ein Bestandsverzeichnis nach § 53 BauGB gefertigt. Diese werden in der Zeit vom 17. Mai 2010 bis zum 18. Juni 2010 im Rathaus zur Einsichtnahme ausgelegt.

Bürgermeister Michael Kessler und die Mehrheit der CDU und SPD-Gemeinderäte sowie Frank Hasselbring (FDP) hatten die Einrichtung eines Umlegungsausschusses erstmals im Dezember 2009 beschlossen und eine Wahl zur Besetzung durchgeführt.

Weil diese nicht korrekt durchgeführt worden war, empfahl das Kommunalrechtsamt eine Wiederholung. Die Wahl wurde im März wiederholt.

Weil das Wahlverfahren geändert worden war, verweigerten die sechs Gemeinderäte von Bündnis90/Die Grünen sowie der partei- und fraktionsfreie Gemeinderat Hardy Prothmann die Teilnahme an der Wahl.

Bündnis90/Die Grünen sind die zweitstärkste Fraktion im Gemeinderat. Im Umlegungsausschuss sitzen nur Mitglieder der CDU, SPD und FDP.

Die Grünen werteten die „Umlegung“ als „Zwangsenteignung“ und wiesen auf „hohe Kosten“ hin, da die Grundstückseigentümer mit hoher Wahrscheinlichkeit und guter Aussicht auf Erfolg dagegen klagen werden.

Einige wenige Eigentümer haben ihre Grundstücke bislang nicht verkauft, weil ihnen der Preis von rund 47 Euro für den Quadratmeter zu niedrig ist. Gerüchten zufolge sollen sie das drei- bis vierfache fordern, was durchaus den üblichen Preisen für Grundstücke in Gewerbegebieten entspricht.

Die Phoenix 2010 GbR, die aus Karl-Martin Pfenning und dem Immobilienunternehmer Johann Georg Adler besteht, plant im Gebiet „Nördlich der Benzstraße“ auf 200.000 Quadratmetern ein Logistikzentrum zu errichten.

Das Unternehmen „pfenning logistics GmbH“ soll dort Mieter werden.

Link:
Meldung auf der Internetseite der Gemeinde Heddesheim
Wikipedia: Umlegung
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Das heddesheimblog

Anm. d. Red.: Hardy Prothmann ist verantwortlich für das heddesheimblog.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • dweber

    Die Betonfraktion um Herrn Kessler im Rathaus peitscht das fragwürdige Vorhaben mit allen Mitteln durch. Die Methode „Enteignung“ erinnert an schlimmste deutsche Vergangenheit. Mich gruselt es. Liebe Heddesheimer, mein Beileid aus Ladenburg.

  • onkel heini

    Wildwest Manieren!
    anders kann man das Vorgehen der Gemeinderäte in Sachen Pfennig nicht nennen. Eine Enteignung ist nur dann durchzuführen, wenn das Allgemeinwohl höher als das Eigentumsrecht zu bewerten ist. Und dies muß man bezweifeln. Man kann nur hoffen, das die Grundstückseigentümer vor Gericht ziehen, und ich denke die Erfolgsaussichten sind auch da nicht gering. So wie die Informationen jetzt lauten, ist die Fa. Pfennig nur „Mieter“ des bevorzugten Areals, und kein Eigentümer. Hat uns da der Gemeinderat absichtlich getäuscht?, oder sind die Befürworter dieser Spedition im Gemeindrat nicht in der Lage Verträg zu lesen? Aber wie gesagt, Marschall Kessler und seine Deputys wähnen sich wohl noch in der Gründerzeit, wo das Recht des Stärkeren gilt. Vielleicht haben Sie einfach zuviel Western gesehen. High Noon. Es ist „12:00 Mittags“, oder „Für eine Handvoll Euros“ je nach dem. Hoffen wir das nicht noch 4 Fäuste für die Fa.Pfennig gegeben wird.
    Bis zum nächsten Mal
    Euer Onkel Heini

    • Argus

      High Noon war im Vergleich wenigstens noch fair.

      Die Phoenix 2010 GbR.und die Absicht dahinter,erscheinen mir wie ein mafioses Konstrukt.

      Das sture Vorgehen der zustimmenden Gemeinderäte/BM sehe ich auch dort angesiedelt.

      Hoffentlich bieten die betreffenden Gründstückseigentümer den selbstherrlichen Herrschaften rechtlich Paroli.

      Die Forderung von höheren,bzw. utopischen Grundstücks-preisen wäre auch ein gutes Argument um in die Parade zu fahren.

      • heddesheimerin

        „Hoffentlich bieten die betreffenden Gründstückseigentümer den selbstherrlichen Herrschaften rechtlich Paroli.“

        Ist bekannt wie die Eigentümer die Sachen sehen? Vielleicht wollen sie den Enteignungs-Vorgang juristisch überprüfen lassen. Es wäre ein Hoffnungsschimmer für die Menschen in Heddesheim.

        Ein Bürgermeister enteignet seine eigenen Bürger und Wähler… wo bitteschön leben wir denn..

        • Argus

          Also,ich kenne einen Miteigentümer der mit Sicherheit klagen wird!
          Eine juristische Überprüfung ist natürlich zu begrüßen!

        • lutz

          „Ein Bürgermeister enteignet seine eigenen Bürger und Wähler… wo bitteschön leben wir denn..“

          Allein damit ist Hrn Kessler ein Platz im Heddesheimer Geschichtsbuch sicher. Aber ob er damit glücklich wird?

  • Tagesbetrachter

    Satire

    Kesslers Nachtgebet

    Gelobt sei der mir so freundlich gesinnte Gemeinderat aus CDU, SPD und den Hasselbring will ich auch nicht vergessen. Sie haben mir wieder beigestanden in der schweren Zeit. Sie haben mir beim Umlegungsausschuss nicht in’s Handwerk gepfuscht. Es soll ihnen allen gut ergehen. Welch eine Freude, wieder habe ich ein kleines Stückchen, hin zum großen Pfenning-Deal geschafft. Herr dir sei Dank.

    Vermaledeit sei die Frucht derer, die mir immer wieder Knüppel zwischen die Beine werfen. Die mir immer wieder weh tun. Die, die meine gütliche Hand nicht spüren, gar nicht verstehen wollen, dass ich nur Gutes für sie im Sinn habe. Herr nimm mir die Schmerzen aus der Hand. Bei den vielen Segnungen und Güteleistungen tut sie schon so richtig weh.

    Herr strafe alle die ab, die mir Ärger bereiten. Strafe alle die ab, die meiner so geliebten Verwaltung Ärger bereiten. Herr strafe alle die ab, die in den vergangenen Wochen Einwände gegen mein geliebtes Pfenning-Projekt geschickt haben. Diesen ganzen Unsinn von Umwelt-scheiß, Strassenbau, Ökologie, Fauna u. Flora, mehr Hasen und Wachteln als ich eigentlich will. Lärmschutz und Gesundheitsschäden. Ich weis nicht mehr wo mir der Kopf steht. Alles dreht sich. Und da gibt es noch so ein paar Irre die über die Kreiselproblematik schreiben. Was glauben die eigentlich. Bei mir dreht sich jetzt schon alles. Wenn ich da noch die Laster im Kreis sehe, oh je, das halte ich nicht aus. Haben wir doch so schöne Kreisel, sogar mit Kunst oben drauf, was wollen die eigentlich. Da kommt doch jeder rum. Die paar Überfahrspuren die lassen sich doch locker aus unserer Haushaltskasse richten. Gibt’s eben für die Vereine weniger. Also was soll’s.

    Haben die alle eigentlich nicht verstanden, dass ich gerne mit Lastern spiele. Und da wollen die mir die geplanten fast 1000 Lasterbewegungen am Tag streitig machen. Mit was soll ich denn dann spielen. Allein mit den Legosteinen so schöne große Hallen zu bauen, macht auf Dauer auch keine Freude. Und Chemie darf ich da auch keine reinpacken. Die wollen keinen Bums im Dorf. So ein Quatsch.

    Kommen da so einige Grüne nicht auf die Idee das Planspiel mit der Spielzeugeisenbahn auch noch kaputt machen zu wollen. Behaupten die doch glatt, es gäbe gar keine Gleise und keine Weichen mehr. Man müsse lange darauf warten und ob es dann die Dinger zu kaufen gibt, behaupten die jedenfalls, wäre auch noch gar nicht sicher.
    Mann oh Mann das schafft mich doch alles so. Kann überhaupt nicht mehr einschlafen.
    Herr was soll ich nur machen. Mein Volk hört nicht mehr auf mich.

    Herr ich glaube ich muss für die CDU, die SPD und den Hasselbring mal eine Kerze anstecken. Die helfen mir wenigstens. Sind scheinbar auch bessere Christen, die von der CDU jedenfalls. Gott sei Dank können die keine Bilanzen lesen. Sind noch immer scharf auf die Steuereinnahmen und die 1000 Arbeitsplätze. Die widersprechen mir nicht und freuen sich immer wenn sie mich sehen. Das tut gut. Aber die anderen von der SPD freuen mich auch, weil die mir immer Recht geben. Von was die wohl nachts träumen.

    Herr was soll ich nur tun. Die vielen Einsprüche oh je. Bis zum 30.6. schaffen wir das ja überhaupt nicht. Macht die meinen ganzen Plan kaputt. Den Bauern hatte ich versprochen, dass sie bis dahin ihr Geld kriegen. Jetzt haben die gemerkt, dass nicht alle mitge-
    macht und verkauft haben. Mist, das hätte nicht rauskommen dürfen. Jetzt werden die erst viel später Geld kriegen.
    Herr wenn die auch noch Ärger machen und vielleicht einige zurück-ziehen, die Grundstücke nicht mehr verkaufen wollen, der reine Wahnsinn.

    Herr mein Puls schlägt bis zum Hals. Er rast richtig. Oh je, das kann nicht gut gehen.

    Herr hilf mir das zu überstehen. Vielleicht muss ich bald ohne den schönen Pfenning-Plan zu Bette gehen. Herr nur was wird dann mit mir geschehen. In Heddesheim will man mich vermutlich nicht mehr sehen. Aber auch meine lieben Kollegen landauf, landab werden sagen, da kommt der mit der Pfenning-Narrekapp. Hat geglaubt in seinem Dorf gäb es nur Dumme.

    Herr sag mir, soll ich lieber gehen, oder mit dem 12:9-Rat das Ding noch drehen. Schaffen können wir das ohnehin nicht mehr. Kommt da auch die EU noch in die Quer.
    Herr sag mir ob das der richtige Weg denn sei, dann bin auch ich dabei. Kann vielleicht mal wieder richtig schlafen.

    – – –
    So oder so ähnlich könnte es wohl sein, geht abends Herr Bürger-meister Kessler in sein Bettchen rein. Die Last ist groß, die Freude klein. Vielleicht helfen die 12:9 aus seinem Verein.

    Facit der Satire
    Herr gib ihm die richtigen Gedanken ein. Lass ihn nicht allein, in seinem „Verzweifeltsein“.

    • onkel heini

      Lieber Gott mach mich fromm
      und sorg das auch der Pfennig kommt
      die vielen Gegner das tut weh
      Gott helf den Schwarzen, der SPD
      Verdamm die Grünen und die dagegen
      damit wir besser damit leben
      denn ich bin Heddesheim
      soviel ist klar
      die Hälft der Bürger mir egal.

      • heddesheimerin


        Und, bevor ichs ganz vergess,
        erspar mir diesen h-blog-Stress.
        Der Prothmann nervt und geht mir auf den Sack.
        Herr, lass es pleite gehen, dieses Blogger-Pack.