Montag, 21. August 2017

In eigener Sache: Fundstelle

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Guten Tag!

Heddesheim, 05. Juni 2010. Die Redaktion weist in der „Fundstelle“ auf einen Text der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hin – es geht um die Wahl des Bundespr√§sidenten und einen Text √ľber Joachim Gauck, der von SPD und Gr√ľnen nominiert wurde.

Von Hardy Prothmann

Die FAZ schreibt (siehe Kasten in der linken Spalte „Fundstelle“:

„Einen unabh√§ngigen Kandidaten wie Gauck haben viele der SPD und den Gr√ľnen nicht zugetraut. Und die ersten Kommentare zu dieser spektakul√§ren Entscheidung begannen fast alle mit dem verzagten Hinweis, er habe, rein rechnerisch, keine Chance – was allein schon nicht stimmt, will man wenigstens noch die Bundesversammlung ernst und beim Wort nehmen d√ľrfen. Denn Joachim Gauck steht zur Wahl und gew√§hlt wird kein Konsolidierungsprogramm f√ľr Parteien, sondern eine Person. Ihr muss man Visionen zutrauen und kraftvolle Reden, die nicht blank geschminkt sind und deren Anspruch sie verk√∂rpert.“

Sehr sch√∂n. Joachim Gauck habe ich einmal pers√∂nlich kennenlernen d√ľrfen. Er ist eine beeindruckende Pers√∂nlichkeit mit einem scharfen Verstand und einem gro√üen Herz.

Ich pers√∂nlich dr√ľcke Herrn Gauck und Deutschland die Daumen – Herr Gauck ist ein Idealkandidat, wie ihn das Land schon lange nicht mehr gesehen hat.

Gleichzeitig m√∂chte ich auf unsere Rubrik „Fundstelle“ hinweisen. Hier erscheinen in lockerer Folge Links zu anderen Seiten im Internet, die wir aus unterschiedlichsten Gr√ľnden interessant f√ľr unsere LeserInnen finden.

Auch in unseren Texten verlinken wir konsequent auf andere Informationsquellen, weil das ein Dienst f√ľr unsere LeserInnen ist und die Aufforderung, sich umfangreich zu informieren.

An und an löschen wir ältere Einträge Рdie gehen aber nicht verloren, sondern wandern ins Archiv der Fundstelle.

√úber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr√ľndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr√§ts und Reportagen oder macht investigative St√ľcke.

  • Jetzt wird diese Bundespr√§sidentenwahl wieder zur Polit Posse. Warum zur H√∂lle k√∂nnen sich die CDU und die SPD nicht auf einen Kandidaten einigen, der von beiden Parteien getragen wird. Gauck w√§re ja so einer. Auf der anderen Seite ist der ja auch viel zu alt. Mit 70 h√§lt der den Stress ja nicht durch. Da ist der Hannoveraner schon viel j√ľnger. Mal schauen wer es werden wird und ob er l√§nger duchh√§lt als der K√∂hler.

  • jawiejetzt?

    Guten Tag,

    das Ganze mu√ü man doch unter dem Stichwort „Der Staat als Beute“ betrachten. Wessen Beute? Der Staat als Beute von Interessengruppen und vor allem den Parteien.

    Verd√§chtig schnell steht Christian Wulf im Raum, f√ľr manche ist er schon der neu Bundespr√§sident.

    Und verd√§chtig wenig und schwarz-gelb sicher sehr gelegen kommend, wird mit dieser Personalie die Diskussion um die wahren und tieferliegenden Gr√ľnde des R√ľcktritts von Horst K√∂hler vermieden.

    Die Art und Weise, selbst bei den wenigen bekannt gewordenen Fakten um den R√ľcktritt wirft doch ernste Fragen auf.

    Fragen, welche schwarz-gelb deren Traumkandidat Horst K√∂hler war, Fragen welche das Bundeskanzleramt und Fragen welche diese Bundesregierung dringend beantworten m√ľssen.

    Unangenehme Fragen, die keiner h√∂ren will. Kritische und schmerzhafte Fragen, die lieber niemand gestellt bekommen will. Was ist denn ihr Anteil am R√ľcktritt, Frau Merkel?

    Es ist die Rede von der „Fahnenflucht“ des Bundespr√§sidenten Horst K√∂hler.

    Wer die erste Amtszeit verfolgt hat, wird nicht den Eindruck haben k√∂nnen, da√ü Horst K√∂hler nur ein Fahnenfl√ľchtiger ist oder auch nur dazu neigt.

    Nein Frau Bundekanzlerin, nicht zur Tagesordnung der Ablenkungsmaneuver √ľbergehen, nicht CDU interne Probleme mit einer Kandidatenfrage l√∂sen, nicht den eigenen Machterhalt mit dieser Frage verbinden.

    Hier zeigt sich mangelnder Respekt vor dem Amt.

    Da gibt es zu viele Fragen, die zu stellen sind, die gestellt werden m√ľssen, als um √ľber dieses einmalige Ereignis einfach so hinwegzugehen.

    Wo ist hier die vierte Kraft im Staat, wo sind die Zeitungen und Journalisten, die sich nicht von Berlin aus blenden lassen?

    Da muß gegraben werden, da ist mehr als nur eine gute Story.

    Ob Wulf oder Gauck?

    Der eine zu blaß, ein Parteisoldat, dem man die Unabhängigkeit eines Bundespräsidenten nicht wirklich zutraut.
    Der andere hat eigentlich nur ein Manko, sein hohes Alter.

    Aber dennoch d√ľrfte er die bessere Wahl sein.

    Einen schönen Tag noch.

  • Argus

    Es ist schon beachtlich das Geschacher um diesen „Posten“ !

    Ich nehme an,dass Horst Köhler auch das Gezerre in der Koalition leid war.
    Das Durchpeitschen der Griechenlandhilfe und die entgangene Gelegenheit sie zu hinterfragen war ihm nicht vergönnt.
    Auf Teufel komm raus wurde hier gehandelt.
    Ich fand es gut,dass Horst K√∂hler in der Vergangenheit div.Gesetze nach gr√ľndlicher Pr√ľfung nicht unterschrieben hat.

    Gauck ist mir auch zu alt.

    Wulf wird als Bundespräsident nicht unabhängig sein können.

    Ein unabhängiger Kandidat wäre besser.