Donnerstag, 27. Juli 2017

Feuerwehr löscht Verteilerbrand in der Lilienstraße

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Wenig Schaden dank schnellem Einsatz: Die Feuerwehr löschte einen Verteilerbrand mit Gas. Bild: heddesheimblog.de

Heddesheim, 05. Juli 2011. (red) Gegen 0:40 Uhr wurde die Feuerwehr heute Nacht wegen eines Wohnungsbrands in der Lilienstraße alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Verteilerkasten im Keller schmorrte. Die Bewohner konnten sich selbst in Sicherheit bringen – nach kurzer Zeit hatte die Feuerwehr die Lage unter Kontrolle. Doch tatsächlich war der Vorfall „brandgefährlich“.

Von Hardy Prothmann

Kommandant Dieter Kielmayer schilderte die Lage gewohnt nüchtern: „Als der Alarm kam, sind wir von einem Wohnungsbrand ausgegangen – tatsächlich war ein Stromverteiler im Keller durchgebrannt, kokelte und hatte schon den Nachbarverteiler „infiziert“. Wir haben mit Unterstützung von Elektrikern den „Saft“ für das Haus komplett abgedreht.“

Der Brand konnte mit CO2-Gas gelöscht werden: „Wir haben versucht, den Schaden so gering wie möglich zu halten“, sagte Kommandant Kielmayer. Da das Treppenhaus stark verraucht war, mussten die Feuerwehrleute dieses noch „entlüften“. Die Bewohner zeigten sich erleichtert, dass die Feuerwehr so schnell im Einsatz vor Ort war: „Die haben keine fünf Minuten gebraucht.“

Einpacken nach dem dritten Einsatz in sieben Stunden. Bild: heddesheimblog.de

Eine Bewohnerin hatte die Feuerwehr alarmiert: „Mit dem Handy, denn die Telefone gingen ja nicht mehr. Die Einsatzzentrale sagte uns, wir sollten sofort das Haus verlassen und die Nachbarn warnen.“ Ihr Mann war bereits eingeschlafen, als die Frau das Signal der Rauchmelder hörte und den Alarm auslöste: „Wir sind dann raus aus der Wohnung und haben an die Türen geklopft, denn auch die Klingeln funktionierten ja nicht mehr“, erzählt sie.

Ebenso betroffen waren die elektrischen Rolläden der Eigentumswohnung. Die Eigentümergemeinschaft hatte auf jedem Stockwerk Rauchmelder anbringen lassen, die mit Batterie betrieben werden und unabhängig von der Stromversorgung reagierten. Welch ein gute Entscheidung.

Als die Feuerwehr abzog, gab es viele Danke-Rufe der erschreckten Bewohner, die kräftig winkten.

Trotzdem muss der Vorfall nachdenklich machen. Stromverteilerbrände sind so selten nicht. Und wenn der Strom weg ist, funktioniert nichts mehr. Kein Telefon, kein Rolladen, keine Schließanlage – zumindest, wenn diese am Stromnetz hängen.

Die Menschen in der Lilienstraße sind zum Glück unverletzt geblieben, werden sich aber nach diesem Schrecken sicher Gedanken machen, wie sie eine größere Sicherheit herstellen können.

Freude bei den Feuerwehrleuten: Die Bewohner waren sehr dankbar über den schnellen und effizienten Einsatz.

 

Und alle Hausbewohner, ob Mieter oder Eigentümer sollten sich Gedanken machen, wie wichtig und lebensrettend Rauchmelder sind.

Die EnBW war kurz nach der Feuerwehr vor Ort, um die Bewohner wieder mit Strom zu versorgen. Ob das bei der Schadenslage möglich war, wissen wir leider nicht.

Für die Feuerwehr war das heute der dritte Einsatz – obwohl, stimmt nicht ganz. Am späten Nachmittag wurde sie zur Hilfeleistung bei einer Türöffnung in der Lessingstraße gerufen, gegen 22:15 Uhr zu einem „Motorbrand“ auf dem Edekaparkplatz. Hier war allerdings „nur“ der Unterbodenschutz angekokelt. Und der Einsatz nach 0:00 Uhr fällt statistisch auf einen neuen Tag. Für die Feuerwehrleute waren es trotzdem drei Einsätze in sieben Stunden.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.