Dienstag, 23. Juli 2019

Abrechnung mit den Stromfressern

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Guten Tag!

Heddesheim, 05. Dezember 2009. Die Tester der Stiftung Warentest haben „Verbraucher“ unter die Lupe genommen – Stromverbraucher. Das klare Ergebnis zeigt – wer sich ├╝ber seine Waschmaschine freut, die seit 15 Jahren „ihre Runden“ dreht, akzeptiert einen viel zu hohen Stromverbrauch. Die Rechnung geht nicht auf: Neue Technik spart Strom und damit unterm Strich Geld.

Der gr├Â├čte „Verbraucher“ ist auf den ersten Blick einer der kleinsten: Die Gl├╝hbirne. Aber die „brennt“ ├╝berall und in gro├čer Zahl im Haushalt. Nach den Untersuchungen der Warentester sind die Gl├╝hbirnen zusammengerechnet der „Top-Stromfresser“. Die Testergebnisse belegen, dass bis zu 82 Prozent Kosten beim Einsatz von Energiesparlampen (die dazu eine h├Âhere Lebensdauer haben) eingespart werden k├Ânnen.

Auf Platz zwei kommen K├╝hl- und Gefrierkombinationen – hier gibt es ein Einsparpotenzial um 60 Prozent. Auf Platz drei stehen die W├Ąschetrockner, fast 50 Prozent l├Ąsst sich hier an Energie sparen.

Strommasten

Strommasten in Heddesheim. Bild: jop

Doch auch bei neuen Ger├Ąten sollte der Kunde nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den „Verbrauch“ des Ger├Ąts achten.
Beispiel LCD-Fernseher: Hier kann ein Ger├Ąt, das in der Bild-Qualit├Ąt als „gut“ bewertet wurde, glatt doppelt so viel Strom verbrauchen, wie ein anderes, dass ebenfalls eine „gute“ Bildqualit├Ąt hat.
Die Kalkulation: Kostet das stromgierige Ger├Ąt 500 Euro und verbraucht 50 Euro im Jahr und das stromsparende 600 Euro, das aber nur 25 Euro Stromkosten verursacht, ist das „g├╝nstige Ger├Ąt“ ab dem 5. Jahr kein „Schn├Ąppchen“ mehr, sondern l├Ąsst Jahr f├╝r Jahr 25 Euro aus der Geldb├Ârse einfach so verschwinden. Auf zehn Jahre gerechnet sind das (10×25) 250 Euro ohne das h├Âhere Strompreise eingerechnet worden sind. Unterm Strich war das „Schn├Ąppchen“ auf den ersten Blick 20 Prozent „g├╝nstiger“, ├╝ber die Nutzungsdauer gesehen aber knapp 30 Prozent teurer (250 Euro Stromersparnis-100 Euro Kaufpreisersparnis=150 Euro).

Strom ist f├╝r fast alle Haushalte einerseits ein echter Kostenfaktor. Andererseits bieten sich hier auch hohe Einsparpotenziale. So ist der Stromverbrauch von 1996 bis 2005 um 11,5 Prozent gestiegen, obwohl moderne Ger├Ąte weniger Strom verbrauchen. Gr├Â├čere Ger├Ąte oder Zweitger├Ąte haben den Verbrauch gesteigert.

Deshalb r├Ąt die Stiftung, den eigenen Verbrauch zu analysieren. Jeder „Fall“ ist individuell. Familien (W├Ąschetrockner) haben andere Bed├╝rfnisse als Singles (vielleicht technikverliebt) oder Heimarbeiter (Computer, Telekommunikation). Wer hohe Verbr├Ąuche hat, sollte deshalb die Anschaffung einer Solaranlage ├╝berlegen.

Alle Ergebnisse lesen Sie im Testbericht der Stiftung Warentest.

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Das heddesheimblog

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.