Samstag, 19. August 2017

Landtagskandidat Georg Wacker (CDU): Was mir sonst wichtig ist…

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Guten Tag!

Rhein-Neckar, 04. Februar 2011. Georg Wacker ist Landtagskandidat der CDU, Staatssekret├Ąr f├╝r Kultus, Jugend und Sport und seit 1996 Mitglied des Landtags von Baden-W├╝rttemberg. In seinem Beitrag f├╝r das rheinneckarblog schreibt er ├╝ber das, „Was mir sonst wichtig ist…“.

Von Georg Wacker

Zugegeben: Ich habe lange ├╝berlegt, ob ich diesen Beitrag f├╝r das Rheinneckarblog schreiben soll. Die lokaljournalistische und die kommunalpolitische Arbeit von Hardy Prothmann polarisieren.

Nicht immer habe ich das Gef├╝hl, dass es auf seinen Plattformen fair zugeht, einige juristische Auseinandersetzungen zu diversen Beitr├Ągen sprechen ja eine deutliche Sprache. Doch eine pluralistische Gesellschaft muss Provokationen aushalten, und nat├╝rlich sind diese Blogs auch der Ausdruck einer neuen Art des Kommunizierens: Sie sind viel subjektiver, viel direkter und ungefilterter als die klassischen Medien, welche ja ein breiteres Publikum informieren und ansprechen.

An diese neue Form der Berichterstattung m├╝ssen wir Politiker uns generell gew├Âhnen. Ich arbeite daran, deshalb komme ich dem Angebot gerne nach und stelle mich an dieser Stelle in ein paar S├Ątzen vor.

CDU-Landtagskandidat Georg Wacker. Bild: CDU

Ich mache mich seit 1996 im Landtag von Baden-W├╝rttemberg f├╝r den Wahlkreis Weinheim stark, seit 2003 bin ich zudem Staatssekret├Ąr f├╝r Kultus, Jugend und Sport.

In meiner Arbeit setze ich mich vor allem daf├╝r ein, unsere Region als Lebens- und Arbeitsort zu st├Ąrken. Nat├╝rlich ist das nicht etwas, was ein Einzelner allein erreichen kann. Das geht nur gemeinsam: Mit den Amtstr├Ągern, den Gemeindeverwaltungen und den B├╝rgern vor Ort. Und so haben wir in den letzten Jahren einiges erreicht – nur ein paar Beispiele:

In der neuen Martinsschule in Ladenburg werden Schwerstbehinderte nun optimal gef├Ârdert. Das Projekt findet bundesweit Beachtung und wurde finanziell vom Land erheblich unterst├╝tzt.

Das Jahrhundertprojekt Branichtunnel ist im Bau. Der Verkehr in Schriesheim wird entlastet und die Gemeinden im Odenwald an die Rheinebene angebunden.

Es gibt mehrere neue Berufsschulen und Gymnasien in Weinheim, ebenso wie Bildungsh├Ąuser in der Region, in denen Kinder fr├╝hzeitig an die Schule herangef├╝hrt werden.

Die Liste lie├če sich weiter fortsetzen. Nat├╝rlich sto├čen nicht alle neuen Ideen oder infrastrukturellen Ma├čnahmen auf ungeteilten Zuspruch. Dabei ist es immer leichter, gegen etwas als f├╝r etwas zu sein. Was die politische Kultur unserer Region jedoch auszeichnet ist, dass wir im Vorfeld intensiv miteinander diskutieren, zusammen um die beste L├Âsung ringen und nach den Entscheidungen gemeinsam an einem Strang ziehen. Nur so l├Ąsst sich ein Gemeinwesen nachhaltig gestalten.

Meine wichtigsten politischen Themen:

Beste Bildung f├╝r alle: Ich bin ├╝berzeugt vom gegliederten Schulwesen, in dem sich Kinder und Jugendliche zu jedem Zeitpunkt individuell weiterentwickeln k├Ânnen. Dabei m├╝ssen wir schwache und leistungsstarke Sch├╝ler gleicherma├čen f├Ârdern. Kein Kind darf verloren gehen.

Mittelstand st├Ąrken: Wir brauchen sichere Arbeitspl├Ątze verbunden mit einem angemessenen hohen Lebensstandard. Ich setze mich daf├╝r ein, dass Unternehmen, Handwerker, Landwirte und Freiberufler in unserer starken Region weiterhin ideale Rahmenbedingungen vorfinden – durch Unterst├╝tzung bei der Existenzgr├╝ndung, hervorragende Bildungseinrichtungen und eine moderne Verkehrsinfrastruktur.

Verkehrswege ausbauen: Damit die Menschen ihre Arbeitspl├Ątze und Naherholungsangebote erreichen, brauchen wir erstklassig ausgebaute Verkehrswege. Ohne Schlagl├Âcher und mit m├Âglichst geringen L├Ąrm- und Umweltbelastungen. Der inner├Ârtliche Stra├čenverkehr muss wo immer m├Âglich entlastet werden. Wir brauchen au├čerdem den S-Bahn-Anschluss an der Bergstra├če und die Anbindung an das europ├Ąische Schnellbahnnetz ├╝ber den Hauptbahnhof Mannheim.

Lebensqualit├Ąt f├╝r ├âÔÇ×ltere: Der ├Ąlteren Generation haben wir unseren Wohlstand zu verdanken. Deswegen f├╝hle ich mich den Seniorinnen und Senioren besonders verbunden. Sie m├╝ssen in unserer Region optimale Lebensbedingungen vorfinden – dazu geh├Âren auch hochwertige Betreuungseinrichtungen f├╝r diejenigen, die es alleine nicht mehr schaffen. Dabei freue ich mich immer wieder ├╝ber das viele ehrenamtliche Engagement, das zum einen von Senioren geleistet wird und zum anderen Senioren zugute kommt. Hier findet ein Miteinander der Generationen statt, von dem alle Beteiligten und damit die gesamte Gesellschaft profitieren.

Als direkt gew├Ąhlter Landtagsabgeordneter f├╝hle ich mich meiner Heimat verpflichtet – und setze mich in Stuttgart gemeinsam mit den vielen Akteuren vor Ort f├╝r unsere Region ein. Diese Arbeit macht mir gro├če Freude, und deshalb kandidiere ich 2011 erneut f├╝r den Landtag.

Weitere Informationen finden Sie auf meiner Homepage www.georg-wacker.de, die auch w├Ąhrend des Wahlkampfs st├Ąndig aktualisiert wird.

Und im ├â┼ôbrigen bin ich gespannt auf Ihre Kommentare zu diesem Beitrag – und das pers├Ânliche Gespr├Ąch mit Ihnen.

Wikipedia ├╝ber Georg Wacker

Anmerkung der Redaktion:
Dieser Text ist in der Reihe „Was mir sonst wichtig ist…“ erschienen. Wir haben die Landtagskandidaten von CDU, B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen, SPD, FDP, Die Linke und die Piratenpartei ums Mitmachen gebeten. Die vier etablierten Parteien haben wir selbstverst├Ąndlich eingeladen, die Parteien Die Linke und Piratenpartei wegen ihrer zumindest wahrnehmbaren „Popularit├Ąt“.
Das ist eine subjektive Auswahl.
Die Kandidaten haben die M├Âglichkeit sich und ihre Politik abseits der „gro├čen“ Wahlkampfthemen zu pr├Ąsentieren – kostenfrei und ohne redaktionelle Bearbeitung, also ebenfalls ganz subjektiv.

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.

  • Jottka

    ├óÔéČ┼żDer ├Ąlteren Generation haben wir unseren Wohlstand zu verdanken.├óÔéČ┼ô

    Herr Wacker ├óÔéČ┬Ž Sie sehen wohl nur, was Sie sehen wollen und reden nur, was Ihre Stammw├Ąhlerschaft h├Âren will, oder?! Ihre Klientel ├óÔéČ┬Ž das sind gut situierte Pfr├╝ndeverteidiger mit diffuser Zukunftsangst (vor ├óÔéČ┼żAltersarmut├óÔéČ┬Ł, ├óÔéČ┼ż├ťberfremdung├óÔéČ┼ô *spuck*), vor allem gehobenen Alters und gehobenen Lebensstandards.

    In so einem kleinen Plattit├╝densatz von Ihnen steckt nicht nur die ├╝bliche Werte-Propaganda sondern auch ganz viel Ignoranz. W├╝rden Sie mal Ihre Augen ├Âffnen, w├╝rden Sie europaweit mehr und mehr prek├Ąre Besch├Ąftigung, Ungerechtigkeit und eine joblich perspektivlose Jugend sehen. Es ist keine ausgewogene Politik f├╝rs ganze Volk und mit Weitsicht sondern eben nur die f├╝r Ihre Klientel.

    Da m├╝ssen Sie nicht mal nach ├âÔÇ×gypten schauen, um sich auszumalen, dass es demn├Ąchst noch gewaltig rumoren wird ├óÔéČ┬Ž da k├Ânnen Sie ruhig diesseits des Mittelmeers bleiben.

    Dann paart sich mit Ihrem Statement noch die v├Âllige Verkl├Ąrung der Verantwortung der Nachkriegsgeneration. Ich gehe Ihrem Jahrgangs nach einfach mal davon aus, dass Ihre Eltern im Krieg geboren wurden und keine Mitschuld tragen.

    Im Sinne von ├óÔéČ┼ż├╝ber die Toten (von morgen) nur Gutes├óÔéČ┼ô sprechen Sie dieser Generation also scheinbar ab, als W├Ąhler der entsprechenden Jahrzehnte f├╝r die v├Âllig fehlgeleitete Integrationspolitik und den Verlauf der Nachwiedervereinigungsentwicklung verantwortlich zu sein.

    Genau diese Entscheidungen bzw. deren st├╝mperhafte Umsetzung waren der eigentliche Bruch des Generationenvertrags.

    Das ist genau DIE Generation, die Ihre Kinder so erzogen hat, dass diese kaum mehr Kinder bekommen und egoistisch und asozial das Land auspressen. ├óÔéČ┼żMehr Kinder├óÔéČ┼ô ist ein typisches CDU-Argument, gar nicht mal meines.

    Ihren Eltern k├Ânnen Sie ja meinetwegen verdanken, was Sie wollen, aber dem Kollektiv haben wir nicht gerade viel zu verdanken.

    Wenn Sie schlau sind: Werfen Sie mal einen Blick auf die Altersverteilung der Bev├Âlkerung und beginnen Ihre Politik und Ihr Werbesprech zu ├╝berdenken. Das derzeitige Extrem der Kurve 70 Lebensjahre ist (statistisch) in 15 Jahren marginalisiert.

    Wenn Sie wenigstens konsequent egoistisch w├Ąren: Ihre Altersgenossen (Baby-Boomer der 1960er) sind 20 Jahre sp├Ąter dran und werden dann ├óÔéČÔÇť absolut zurecht ├óÔéČÔÇť die Leidtragenden der jetzt auf die lange Bank geschobenen Renten- und Gerechtigkeitspolitik sein.

    Wir werden schon noch genug zu tragen haben, keine Sorge.

    Genug gezetert ├óÔéČ┬Ž bevor ich es mir vorwerfen lassen muss hier meine ├âÔÇ×nderungsvorsch├Ąge: Koppelung der Rentenh├Âhe an die gesamtwirtschaftliche Entwicklung; Bildungschancen verbessern; Studiengeb├╝hren weg; Tagesarbeitszeit gesetzlich reduzieren (DER Schl├╝ssel gegen Arbeitslosigkeit, f├╝r Lebensqualit├Ąt, f├╝r Weiterbildungsm├Âglichkeiten, f├╝r ├ľffnungszeiten, f├╝r Familienplanung); Subventionen f├╝r Landwirtschaft und die gro├čen Energieerzeuger weg;

  • Hardy Prothmann

    Guten Tag!

    Herr Wacker hat in seinem Text pers├Ânlich mich als Person angesprochen und festgestellt, dass meine Arbeit „polarisiert“. Dieser Aussage stimme ich zu.

    Als unabh├Ąngiger Journalist nutze ich die M├Âglichkeiten der Meinungsfreiheit und stehe f├╝r kritische Kommentare, die kein Blatt vor den Mund nehmen.

    Und das nunmehr im 20. Berufsjahr. die ersten fast 19 Jahre hat es keine einzige „juristische Auseinandersetzung“ gegeben – das betrifft ausschlie├člich das heddesheimblog, das seit Mai 2009 berichtet.

    Die Aufforderung zur Unterlassung von Meinungs├Ąu├čerungen kam in dieser Reihenfolge von Herr B├╝rgermeister Michael Kessler, Frau Anja G├Ârlitz (MM-Redakteurin f├╝r Heddesheim) und Dr. Josef Doll (CDU-Fraktionssprecher in Heddesheim).

    Herr Kessler hat seine Forderung fallen lassen, Herr Doll wohl auch, weil ich bis auf einen Brief keine weitere Post mehr erhalten habe. Im Fall von Frau G├Ârlitz habe ich eine „Einstweilige Verf├╝gung“ akzeptiert, um das Kostenrisiko zu begrenzen.

    Es geht also um drei Texte und darin enthaltene Aussagen – von insgesamt 1.800 erschienenen Artikel.

    Als verantwortlicher Redakteur und Journalist sehe ich es als Aufgabe der Redaktion an, zutreffend zu berichten.

    Die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit nach Artikel 5 nutzen wir aus, um auch starke Meinungsbeitr├Ąge zu verfassen. In diesem Sinne freut es uns, wenn diese dazu beitragen, Debatten voranzutreiben. Das kann man „polarisieren“ nennen oder auch nur „thematisieren“.

    Ich schreibe im Namen der Redaktion, dass wir uns bei Herrn Wacker ausdr├╝cklich daf├╝r bedanken, dass er unsere Arbeit als „ungefiltert“ bezeichnet.

    Wir filtern Informationen nicht nach eigenen Interessen, sondern benennen Fakten und Akteure. Leider sind das einige Menschen nicht mehr gewohnt, dass man Sie beim Wort nimmt und kritisch betrachtet.

    Herr B├╝rgermeister Michael Kessler beispielsweise verweigert unserer Redaktion jedes Interview und hat den Angestellten der Gemeinde Heddesheim verboten, mit uns zu reden. Wenn wir Anfragen haben, m├╝ssen wir diese an die email-Adresse gemeinde@heddesheim.de stellen.
    Frau G├Ârlitz zeichnet sich durch eine in unseren Augen unzureichende und „gefilterte“ Berichterstattung aus.
    Der Ortsverband der CDU gibt uns ebenfalls keinerlei Informationen.

    Mit den B├╝rgermeistern, Verwaltungsangestellten und Parteivertretern der anderen Gemeinde stehen wir in einem ├╝berwiegend guten Kontakt. Kritische Artikel werden hier als Element der Pressefreiheit akzeptiert.

    Wir sch├Ątzen und respektieren die Haltung von Herrn Wacker und bedanken uns ausdr├╝cklich f├╝r seinen offenen Einstieg und dass er sich entschlossen hat, unserem Wunsch nach einem Text nachzukommen.

    Das zeigt seine demokratische Einstellung und seinen politischen Willen, sich und seine Positionen auch dort einzubringen, wo er auf kritische Fragen trifft.

    Herr Wacker spricht auch meine „kommunalpolitische T├Ątigkeit“ an, weil ich gew├Ąhlter ehrenamtlicher Gemeinderat in Heddesheim bin – partei- und fraktionslos.

    Ich sehe mich nicht als „Kommunalpolitiker“, da ich weder ein Parteiprogramm vertrete, noch irgendeiner Gruppe angeh├Âre. Ich ├╝be dieses Amt als Vertreter der Heddesheimer B├╝rgerinnen und B├╝rger aus und habe vor allem versprochen, mich f├╝r mehr Transparenz einzusetzen.

    Dieses Ehrenamt behindert mich in Heddesheim massiv an der Wahrnehmung meines journalistischen Berufs. Ich darf beispielsweise nicht ├╝ber nicht-├Âffentliche Verhandlungen und Beschl├╝sse berichten, weil mir sonst sofort ein Ordnungsgeld bis zur H├Âhe von 1.000 Euro droht.

    Herr B├╝rgermeister Kessler nutzt meine Stellung als Gemeinderat zudem wo er kann, um meine journalistische Arbeit zu behindern.

    Insgesamt gilt diese Arbeit bundesweit als Vorbild und ist schon vielfalch kopiert worden – von B├╝rgerjournalisten, semiprofessionellen und professionellen Journalisten.

    Im vergangenen Jahr wurde ich insgesamt 14 Mal zu Konferenzen und Seminaren eingeladen, um interessierten Kollegen und B├╝rgern diese Arbeit vorzustellen. Ob vom netzwerk Recherche, dem ZDF, dem Hessischen Rundfunk, der Evangelischen Kirche, dem Deutschen Journalistenverband, dem Ausw├Ąrtigen Amt oder anderen anerkannten Organisationen und staatlichen Beh├Ârden.

    Stellvertretend f├╝r mein kleines Team bin ich sehr stolz ├╝ber diesen Erfolg.

    Zusammen mit Kollegen gr├╝ndet sich zur Zeit das Netzwerk http://istlokal.de. Es soll ein Verband von Internetmedien entstehen, der den Lokaljournalismus f├Ârdern soll. In klarer KOnkurrenz zu den Zeitungen, deren Berichterstattung bundesweit von immer mehr Menschen als unzureichend, falsch und manipulativ betrachtet wird.

    Wir wollen als unabh├Ąngige Medien vor Ort den Menschen verl├Ąssliche Informationen und starke Meinungen bieten.

    Herr Wacker hat richtig erkannt, dass sich die Medienlandschaft wandelt und man sich auch mit „unangenehmen“ Akteuren wie mir und anderen auseinandersetzen muss.

    Denn wir erreichen mit unserer Arbeit eine gro├če ├ľffentlichkeit. An dieser Stelle danken wir auch allen Leserinnen und Lesern, die mit ihrer Aufmerksamkeit unsere Arbeit sch├Ątzen und auch teils sehr kritisch begleiten, was wir nat├╝rlich gut finden – im Sinne der Presse- und Meinungsfreiheit als wichtige St├╝tzpfeiler f├╝r eine funktionierende Demokratie.

    In diesem Sinne.

    Beste Gr├╝├če
    Hardy Prothmann

    Zu juristischen Auseinandersetzungen:
    http://heddesheimblog.de/wordpress/?s=unterlassung

    Zu Gemeinderat-Journalist
    http://heddesheimblog.de/wordpress/themen/politik/der-glaserne-gemeinderat/

    Berichte ├╝ber unsere Arbeit (unter anderem Bayerischer Rundfunk, FAZ, Spiegel, S├╝ddeutsche u.v.a.)
    http://heddesheimblog.de/wordpress/2010/10/11/in-eigener-sache-berichte-uber-das-heddesheimblog/

  • kompakter

    hallo,

    herr prothmann, danke f├╝r die ausf├╝hrliche darstellung. bin immer wieder beeindruckt, wie schnell sie faktenreich antworten geben. das ist wirlich transparent.

    was die vorw├╝rfe angeht, da gibt es ganz andere kaliber, beispielsweise frau g├Ânner.

    bei wikipedia kann man nachlesen:
    „Am 17. November 2006 hatte die Staatsanwaltschaft Stuttgart Ermittlungen gegen Tanja G├Ânner wegen Vorteilsannahme[4] eingeleitet. Sie soll von der EnBW, ├╝ber deren Atomkraftwerke sie die Dienstaufsicht hat, Einladungen zu Fu├čballspielen angenommen haben.[5][6] Die Ermittlungen wurden im Januar 2008 eingestellt.[7]

    Ihre Zugeh├Ârigkeit zur Stiftung ├óÔéČ┼żLebendige Stadt├óÔéČ┼ô, die von der ECE Projektmanagement gegr├╝ndet wurde, welche das ├óÔéČ┼żQuartier am Mail├Ąnder Platz├óÔéČ┼ô bebaut, brachte G├Ânner im Oktober 2010 in die Kritik. Winfried Hermann, Vorsitzender des Bundestagsverkehrsausschusses, kritisierte die mangelnde Distanz G├Ânners als Regierungsmitglied zu einem Projektbeteiligten.[8] G├Ânner lie├č daraufhin ihre Mitgliedschaft in der Stiftung ├óÔéČ┼żLebendige Stadt├óÔéČ┼ô ruhen, nannte die Vorw├╝rfe jedoch ├óÔéČ┼żv├Âllig haltlos├óÔéČ┼ô und ├óÔéČ┼żan den Haaren herbeigezogen├óÔéČ┼ô.[9]“

    gru├č

  • Kurt Klemm

    Hallo Herr Wacker,
    ihre wichtigen politischen Themen h├Âren sich ausgesprochen gut an, sie sind genau das, was ein Gro├čteil der B├╝rger h├Âren will. Ich pers├Ânlich, bedauere es sehr, dass Sie mit keinem Wort unsere geschundene Natur in ihrem Wahlkreis erw├Ąhnen und kein Wort zu dem gro├čen Landverbrauch, gerade in unserer Region verlieren.

    Als gebildeter Mensch wissen sie genau, dass all ihre Themen f├╝r die Zukunft null und nichtig sind, wenn wir die Artenvielfalt in dieser Region verlieren. Was n├╝tzt ein angemessener hoher Lebensstandart ohne die Artenvielfalt? Was nutzen Erholungsgebiete ohne funktionierende Flora und Fauna? Wo bitte sind die angemessenen Rahmenbedingungen f├╝r unsere Handwerker, Bauern und Freiberuflern?

    Wie kann es sein, dass 20 ha bester Ackerboden der G├╝teklasse I in Heddesheim, zubetoniert werden, um einem Logistiker mit all seinen Verkehrsproblemen und undurchsichtigem Lagergut zur Verf├╝gung gestellt werden.

    Dazu werden potenzielles Hamstergebiet und Heimat der vom Aussterben bedrohten Feldv├Âgel zerst├Ârt. Die Erhaltung unserer letzten Hamsterpopulationen gerade in ihrem Wahlkreis sind nichts als Lippenbekenntnisse von Politikern, aber niemandem wird dabei richtig geholfen.

    Oder sind ihnen bestens ausgebaute Stra├čen ohne „Umweltbelastungen“ wichtiger?

    Wenn Sie es wirklich ernst meinen und Sie sich wirklich ihrer Heimat verpflichtet f├╝hlen, dann schaffen Sie Themen bei denen Mensch und Tier nachhaltig geholfen wird.

    Kurt Klemm

  • B├╝rger

    Guten Tag,

    ich empfinde es als eine Wohltat, dass Herr Prothmann frei und unabh├Ąngig seine Meinung ├Ąu├čert und nicht dem Druck eines Verlegers unterliegt. Weiter so HirschbergBlog!

    Die ├âÔÇ×u├čerungen von Herrn Wacker sind typisch f├╝r seine Partei: „wir sind toll, wir haben gute Erfolge erzielt usw.“

    Das dieses Land gespalten ist wie noch nie (S21, Migration, Bildung) wird gedeckelt.

    Hier ein paar Erfolge:

    1. Der Landeselternbeirat ist zur├╝ckgetreten, weil eine Diskussion mit der Regierung nicht m├Âglich war.

    2. Eine verfehlte Wirtschaftspolitik, die nur bestehende Branchen st├╝tzt. Schon vergessen? Baden W├╝rttemberg hatte in Zeiten der Krise die h├Âchste Kurzarbeiterrate in Deutschland. BW ist abh├Ąngig von einer Branche, die bald die Rohstoffe nicht mehr bezahlen kann.

    3. Ohne Pr├╝fung und unter Ausschaltung des Landtages werden mal eben ├╝ber 4Mrd. Euro ausgegeben. Und das weil der Vorstandschef von EDF (Mehrheitsbesitzer von ENBW) und sein Bruder (zuf├Ąllig Frankreich-Chef der beratenden Bank von EDF) einen Ministerpr├Ąsidenten geh├Ârig „vereimert“ haben, denn der Banker aus Frankreich schickt seine Empfehlung an den Kollegen der gleichen Bank in Deutschland (der zuf├Ąllig Freund von Herrn Mappus ist). Glaubt einer wirklich, hier ist gepr├╝ft worden ? Da lacht sich doch ganz Frankreich kaputt ├╝ber soviel Naivit├Ąt. …

    Wissen die Personen eigentlich wie eine korrekte Pr├╝fung einer ├ťbernahme in einem Unternehmen l├Ąuft? Kein Unternehmen der Welt gibt 4Mrd. ├╝ber Nacht aus. Bezahlen m├╝ssen es die Steuerzahler, denn nur durch Strompreise bekommt man wieder Geld rein.

    3. Ein Ministerpr├Ąsident Schie├čt auf B├╝rger, die friedlich demonstrieren und seine Polizei kann Kastanien unter Stress nicht von Pflastersteinen unterscheiden. Wie soll man sich da sicher f├╝hlen ?

    Was mir ernsthhaft fehlt ist das „C“ bei der CDU. Ich dachte es steht f├╝r Christ, also offen sein, verzeihen usw. Scheinbar steht es f├╝r „Cassa“ oder „Casa“.

    Warum kann ein Ministerpr├Ąsident nicht auf die B├╝rger, die er „blind“ geschossen hat, zugehen und die Hand ausstrecken? Dazu geh├Ârt Format und Charisma. Willy Brandt hatte dies z.B. als er in Warschau auf die Knie f├╝r ein Volk gegangen ist, Pabst Johnannes Paul II. auch, als er nach dem Attentat den Mann, der auf ihn geschossen hat, besucht und verziehen hat.

    Die CDU hat es nicht. Das ist traurig, wie eine Partei sich langsam von Ihren Grundwerten verabschiedet.

  • Breitg├Ąssler

    Ein sehr guter und sehr kluger Kommentar von Herrn Klemm ! Danke.

    Leider ist es immer noch so, dass diejeniegen Politiker, B├╝rgermeister. etc. sehr gut dastehen, die etwas „geschaffen“ haben. Sei es Industreinansiedlung, neue Wohngebiete, neue Sportst├Ątten, neue Stra├čen, etc. Kaum ein Politiker wird leider daf├╝r geehrt, dass er etwas bewahrt hat oder eben NICHT getan hat. Anscheinend sind die Natur und nachhaltige, gesunde Lebensbedingen immer noch zu wenig wert. Wer zur n├Ąchsten Wahl etwas vorweisen will, muss wohl wie der Hamster im Laufrad ohne Sinn und Verstand immer weiter. Dabei hat es noch jede Kultur geschafft, sich am Ende selbst zu zerst├Âren und an der Ma├člosigkeit zugrunde zu gehen.
    Vielleicht sollte sich Herr Wacker ein Beispiel an „unserem“ Landrat Stefan Dallinger nehmen: „Die Sch├Âpfung zu bewahren nehme ich sehr ernst. Da bin ich ├ťberzeugungst├Ąter“.
    Siehe hier: http://www.lokalmatador.de WebCode: „dallinger1000“ eingeben
    (und dann ggf. vorspulen auf ca. 9:30 Minuten)
    Es bleibt allerdings abzuwarten, ob dies blo├če Lippenbekentnisse sind oder die wirkliche ├ťberzeugung des Landrats.
    Auch die Umweltministerin von Ba-W├╝ Tanja G├Ânner beklagt auf dem Papier immer wieder den Landschaftsverbrauch; konkret macht sie kaum etwas dagegen.

  • B├╝rger

    Bitte nicht vergessen, dass die Familie Dallinger ein vehementer Bef├╝rworter des Baugebietes Sterzwinkel war! Hier wurden auch mal eben 7 ha versiegelt.

    Insofern bleibt es leider bei einem Lippenbekenntnis des Herrn Landrat.

    Man kann nicht au├čerhalb seines Wohnortes wohhklingende Worte w├Ąhlen und ca. 200m von seinem eigenen Wohnsitz tatenlos bleiben. Das ist scheinheilig !

  • Moss

    Da bekommt ein Politiker die Gelegenheit, sich mal von einer pers├Ânlichen Seite zu zeigen, und was sondert er ab: nichts als billigstes Wahlkampfges├╝lze, das im Wortlaut aus den 1970er oder 1980er Jahren stammen k├Ânnte. Warum um alles sollte man so einen Ewiggestrigen w├Ąhlen wollen?

    Herzlich willkommen im 21. Jahrhundert, Herr Wacker!