Mittwoch, 26. September 2018

Das heddesheimblog baut um – und aus

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Guten Tag!

Heddesheim, 02. November 2009. Das heddesheimblog ver├Ąndert sich fortlaufend: Immer mehr redaktionelle Angebote kommen hinzu und auch die so genannte „Anmutung“, also die Erscheinungsform ver├Ąndert sich.
Auch Spiegel online und zeit.de haben in der j├╝ngsten Vergangenheit ihr Layout angepasst – da wollen wir mithalten :-).
Scherz beiseite – oder auch nicht. Wir haben denselben Anspruch: Das heddesheimblog ist ein journalistisches Informationsangebot – das sich den Aufgaben von Spiegel und Zeit verpflichtet f├╝hlt – investigativ und nachhaltig zu berichten. Und ein „Leitmedium“ zu sein. Nur eben lokal und regional.
Vor aller optischen Spielerei sind f├╝r die Redaktion aber die Inhalte wichtig. Trotzdem sind wir bem├╝ht – unseren Leserinnen und Lesern diese Inhalte bestm├Âglich zu pr├Ąsentieren und technisch m├Âglichst einfach zug├Ąnglich zu machen.

heddesheimblog

In der n├Ąchsten Zeit wird es eventuell zu technischen Einschr├Ąnkungen kommen – falls wir irgendwo irgendetwas falsch programmieren. Falls das so sein sollte – haben Sie Nachsicht mit uns, wir geben alles, um das heddesheimblog optimal in Form zu bringen. Denn wo gehobelt wird…

Falls Sie uns Vorschl├Ąge machen wollen, was Sie vermissen oder fr├╝her besser fanden – schreiben Sie uns. Vor allem, wenn Sie einen Fehler finden oder Ihrer Meinung nach irgendetwas nicht so ist, wie es sein sollte.

Danke an alle Leserinnen und Leser f├╝r die Unterst├╝tzung!

Wir sind f├╝r unsere Leserinnen und Leser da – anders als „etablierte“ Medien, die sich wenig daf├╝r interessieren.

An dieser Stelle sagen wir all unseren Leserinnen und Lesern ein dickes DANKE f├╝r das Interesse und die gro├čartige Unterst├╝tzung durch Ihre Kommentare und Hinweise auf Themen, die alle angehen oder auch nur Teile der Heddesheimer Bev├Âlkerung. Wir pr├╝fen jeden Hinweis, wir nehmen alles ernst und wichtig, denn wir sind ├╝berzeugt davon, dass jede Meinung z├Ąhlt.

Die Redaktion des heddesheimblogs ist f├╝r die B├╝rger da, f├╝r die Sorgen und N├Âte, aber auch f├╝r die sch├Ânen Momente im Leben – sei es also „Pfenning“ als wohl zur Zeit folgenschwerstes Thema f├╝r die Gemeinde oder die Kerwe oder der Blumenschmuckwettbewerb oder die Er├Âffnung der Eisbahn.

Viel Feind – viel Ehr?
Das ist Quatsch.
Wir stellen nur Fragen und berichten.

Die Redaktion wird dabei von Beginn an von vielen Menschen unterst├╝tzt – aber sie wird auch massiv behindert.

Vor allem durch Mitglieder des lokalen Politikbetriebs, vereinzelt durch Vereinsfunktion├Ąre und durch den Heddesheimer B├╝rgermeister Michael Kessler, der mit uns nur spricht, wenn er es absolut muss – sprich, wenn er Paragrafen und Gesetze nicht mehr umgehen kann.

An dieser Stelle muss aus Gr├╝nden der Transparenz erw├Ąhnt werden, dass Herr Kessler gerne mit dem Mannheimer Morgen spricht, der auch immer ganz brav Wort f├╝r Wort aufschreibt, was er sagt.

Auch tritt Herr Kessler gerne im RNF auf, allerdings anders als geplant eher ungl├╝cklich.

Mit dem heddesheimblog jedenfalls spricht Herr Kessler au├čerhalb offizieller Termine nicht. Und selbst die Teilnahme an “ offiziellen Presseterminen“ musste das heddesheimblog ├╝ber das Kommunalrechtsamt offiziell einfordern – der B├╝rgermeister Heddesheims, Michael Kessler, musste dazu gezwungen werden.

Herr Kessler vermeidet bis heute jeden Kontakt zum heddesheimblog.
Aus „gutem“ Grund – Transparenz ist seine Sache nicht.

Herr Kessler missachtet bis heute aus Sicht der Redaktion deshalb die Pressefreiheit, die im Artikel 5 des Grundgesetzes garantiert ist.

Herr Michael Kessler ist deswegen noch lange kein Gesetzesbrecher, indem er eklatant gegen dieses Grundgesetz verst├Â├čt. Aber er sucht aus Sicht der Redaktion jede Chance, diese fundamental demokratische Grundgesetzlichkeit zu… vermeiden.

Transparenz und ├ľffentlichkeit, Informationsaustausch und Stellungnahmen stehen auf der Priorit├Ątenliste des Heddesheimer B├╝rgermeisters nicht an erster Stelle.

Stattdessen hat er sofort versucht, einen Formulierungsfehler der Redaktion juristisch zu missbrauchen. Es blieb bei dem Versuch. Denn die Redaktion hat vor der Attacke des B├╝rgermeisters Michael Kessler diesen Fehler selbst korrigiert und danach im gegebenen Rahmen korrekt alle notwendigen Schritte unternommen.

Der B├╝rgermeister Michael Kessler verweigert weiterhin jeglichen Austausch mit der Redaktion – und wartet wahrscheinlich auf Fehler der Redaktion. Soll er.

Kritische Berichterstattung ist das A und O f├╝r eine lebendige Demokratie.

Viel Feind viel Ehr, k├Ânnten wir jetzt denken.

Das tun wir aber nicht.

So denken die, die aus welchen Gr├╝nden auch immer, eine kritische Berichterstattung als Angriff auf die eigene Person oder die eigenen Pfr├╝nde begreifen und nicht verstehen wollen, dass eine kritische Begleitung des ├Âffentlichen Lebens ├╝berlebensnotwendig f├╝r eine Demokratie ist.

Wir berichten unabh├Ąngig von parteilichen oder sonstigen Interessen. Wir recherchieren aus eigenem Antrieb und wir pr├╝fen unsere Informationen mit gro├čem Aufwand.

Das Ziel ist ein bestm├Âglicher Journalismus – der informiert: ├â┼ôber Missst├Ąnde, ├╝ber Probleme, aber auch immer wieder ├╝ber sch├Âne und positive Aspekte des Lebens und des Zusammenlebens in der Gemeinde.

Wir verzichten auf Werbung von der Gemeinde Heddesheim –
aus gutem Grund.

Die Grundlage f├╝r diese Arbeit ist die Finanzierung ├╝ber Werbung. Nachdem die enorme Resonanz auf das heddesheimblog bewiesen hat, dass diese Form der Berichterstattung in der Bev├Âlkerung au├čerordentlich nachgefragt ist, werden wir verst├Ąrkt nach Werbepartnern suchen, die diese Arbeit unterst├╝tzen.

Wir verzichten dabei auf Werbung der Gemeinde Heddesheim. Vor ein paar Wochen hatten wir angefragt, ob diese daran Interesse h├Ątte… Es gab keine Antwort.

Der „Gemeinde“ steht der B├╝rgermeister vor. Und dessen Verhalten signalisiert eindeutig, dass er, respektive die „Gemeinde“, kein Interesse an einer „Finanzierung“ eines (f├╝r ihn) kritischen Mediums hat.

Kurzum: Unsere Anfrage blieb ohne Antwort. Die „Gemeinde“ wirbt halt dort, wo sie „ihre Interessen“ am Besten vertreten sieht – im Mannheimer Morgen oder bei Nussbaum-Medien (Mitteilungsblatt).

Der B├╝rgermeister, der Mannheimer Morgen und
das Mitteilungsblatt bilden ein Meinungskartell.

Aus unserer Sicht ist das konsequent. Werber und diese Medien sind nicht an Transparenz und ├ľffentlichkeit interessiert – das ist also eine „Win-Win-Situation“.

Auch f├╝r das heddesheimblog. Denn wir berichten ├╝ber dieses „Werbe- und Meinungsmacher-Kartell“.

Und wir sind wie gewohnt kritisch. Hier bauen wir nicht um – sondern aus:

Wir halten es f├╝r untragbar, dass die Gemeinde Auftr├Ąge an amtierende Gemeinder├Ąte vergibt – f├╝r uns ist das nicht nachvollziehbar, dass Reiner Lang, SPD-Gemeinderat, mit Architekten-Aufgaben betraut wurde.

Die Vergabe des Auftrags beinhaltet das Bewusstsein, dass dieser Gemeinderat bei der Behandlung der Sache „befangen“ sein muss und damit seine Stimme im demokratischen Rat der Gemeinde fehlen muss.

Warum begibt man sich in eine solche Situation ohne Not? Es gibt genug andere Architekten. Oder braucht Herr Lang diese Auftr├Ąge so dringend? Ist er ohne diesen Auftrag in Not? Und ist nur er befangen oder nicht vielleicht ein wenig auch die Parteifreunde aus „Solidarit├Ąt“?

Ein Gemeinderat darf in unseren Augen keine Auftr├Ąge der Gemeinde annehmen –
das behindert die Unabh├Ąngigkeit.
Deswegen ist so ein Gemeinderat zu recht „befangen“.

Warum begibt sich die SPD-Fraktion wegen vermutlich ein paar tausend Euro f├╝r eines ihrer Mitglieder ist eine solch fragw├╝rdige Lage?

Immerhin hat die Redaktion aus diesem Beispiel gelernt – ohne selbst in die Verlegenheit eines Herrn Lang und seines Auftraggebers zu kommen.

Deswegen sind wir froh, dass unser Fehler – Anzeigen der Gemeinde anzufragen – nicht gegen Geld vollzogen wurde. Denn der Verantwortliche f├╝r das heddesheimblog ist selbst Gemeinderat – allerdings parteilich ungebunden und nimmt damit ein freies Mandat ein.

Wir k├Ânnten allerdings der Gemeinde Heddesheim – respektive dem „Oberhaupt“, also dem B├╝rgermeister – eine kostenlose Werbung anbieten. Doch sind wir sicher, dass selbst dieses freundliche Angebot durch die Gemeinde – respektive Herrn Kessler- „dankend“ abgelehnt werden wird.

Na und? An anderer Stelle kann der B├╝rgermeister dann den Schaden oder den entgangenen Nutzen erkl├Ąren und ganz oft „├âÔÇ×h“ sagen – und die B├╝rger werden sich ihren Reim darauf machen.

Das heddesheimblog ist zutiefst demokratisch gepr├Ągt und ein Anh├Ąnger der sozialen Marktwirtschaft. Wir machen einen neuen Markt auf und wir entscheiden, mit wem wir Handel treiben.

Wir freuen uns ├╝ber positive Themen – nehmen aber auch kein Blatt vor den Mund.

Mit einem Wort: Wir nehmen kein Blatt vor den Mund und wir verschweigen nichts. Und wir freuen uns ├╝ber jeden positiven Bericht, den wir ver├Âffentlichen k├Ânnen.

Und wir lehnen uns an den anglo-amerikanischen Journalismus an. Das hei├čt: Wir berichten subjektiv und meinungsstark. In Deutschland sind die Menschen eine so genannte „objektive“ Berichterstattung gewohnt. Dazu unsere Frage: „Welcher Mensch ist objektiv?“

Unsere Berichte sind oft nachvollziehbar „subjektiv“ – im Gegensatz zu den „angeblich objektiven“ Berichten machen wir aber deutlich, wann wir subjektiv sind.

Wir nehmen eine erkennbar Haltung ein und tun nicht scheinheilig so, als w├Ąren wir „neutral“. Unabh├Ąngig davon berichten wir so neutral wie es m├Âglich ist – das hei├čt, wir versuchen, alle relevanten Seiten anzusprechen und zu h├Âren – im Gegensatz zu vielen lokalen Politikern und im krassen Gegensatz zum Mannheimer Morgen und anderen Lokalmedien, die auf jede Form von Recherche vollkommen ungeniert verzichten.

Wir verstecken und verschleiern nichts – das macht unsere Berichterstattung f├╝r jeden nachvollziehbar und ├╝berpr├╝fbar. Dar├╝ber hinaus machen haben als eines von ganz wenigen Medien in Deutschland auch eine „Korrekturspalte„, in der wir eigene Fehler dokumentieren.

Das oberste Ziel ist Transparenz. Daran mangelt es h├Ąufig in der Politik, in der Wirtschaft, in den Medien – und in Baden-W├╝rttemberg. W├Ąhrend fast alle anderen Bundesl├Ąnder bereits das Informationsfreiheitsgesetz umgesetzt haben, gilt das hier noch nicht. Auch daf├╝r werden wir uns einsetzen.

Transparenz ist das A und O.
Nur gut informierte Gesellschaften sind demokratische Gesellschaften.

Beim Stichwort Transparenz sind wir wieder beim neuen Layout – wir versuchen Ihnen eine gr├Â├čtm├Âgliche Transparenz ├╝ber unsere redaktionellen Angebote zu geben.

Unsere M├Âglichkeiten sind nicht die eines Konzerns, der eben mal ein paar Millionen in irgendetwas investiert, sondern wir m├╝ssen neben der journalistischen Arbeit die technische ebenfalls erledigen.

Das machen wir mit viel Einsatz – und wir freuen uns auf jede Kritik und jeden guten Vorschlag, der von Ihnen, also unseren Leserinnen und Lesern kommt.

Und wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit – in der Vergangenheit wie in der Zukunft.

Machen Sie mit – das heddesheimblog ist Ihr Medium.

Ach ja – im November bekommt das heddesheimblog „Nachwuchs“. In einer Nachbargemeinde werden wir ein weiteres journalistisches Angebot starten.

Dort wurden wir schon sehr freundlich empfangen – weil es dort offenbar eine andere Auffassung ├╝ber die Pressefreiheit als bei der Gemeinde Heddesheim dem Heddesheimer B├╝rgermeister gibt.

Wir freuen uns auf das neue Angebot und eine gute Zusammenarbeit mit allen „Offiziellen“ vor Ort.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nschen
Das heddesheimblog

und

Hardy Prothmann

hardyprothmann

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.