Dienstag, 12. Dezember 2017

Internet Einkauf Teil 1 – So vermeiden Sie Gefahren und Risiken

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Guten Tag!

Heddesheim, 01. Oktober 2009. Das heddesheimblog startet heute eine neue Artikelserie zu Datenschutz- und Sicherheitsthemen. Daf√ľr konnte die Redaktion den Sicherheitsexperten Peter Kr√∂ffges als Autoren gewinnen.

Von Peter Kröffges

Einkaufen im Internet (Online-Shopping) ist f√ľr viele Verbraucher nicht mehr wegzudenken. Die Vorteile liegen auf der Hand: Erstens ist es bequem von zu Hause aus einzukaufen und zweitens lassen sich oft deutliche preisliche Vorteile erzielen – egal, ob man etwas ersteigert oder direkt kauft.

Dennoch gibt es auch und gerade beim Online-Shopping viele Gefahren und Risiken, die von den e-commerce-Kunden unterschätzt werden.

Die j√ľngste Vergangenheit zeigt, dass dubiose Anbieter auch vor Straftaten nicht zur√ľckschrecken und aus reiner Profitgier die Verbraucher t√§uschen.

Betrugsdelikte, Verstöße gegen Urheber-, Marken und Wettbewerbsrechte, Fälschungsdelikte, Hehlerei und nicht zuletzt die Verstöße gegen das Datenschutzrecht stellen nur einen kleinen Auszug der strafbaren Handlung dar.

Auch seriöse Anbieter (z.B. bei Versteigerungen) können sich nur bedingt gegen die Tricks der Täter absichern. Einige Beispiele sind Vorkassezahlungen, falsche Treuhänder, Verpackungs- und Gehäusemanipulationen, Versandkosten- und Preistreibertäuschungen, Bewertungsmanipulationen, gebrauchte Ware als Neu anbieten und noch viele weitere Täuschungen.

Welche Möglichkeiten haben Sie, trotzdem sicher Online einzukaufen?

Ohne in die technischen Details, welche sich wirklich auch nur wenigen Fachleuten erschlie√üen, einsteigen zu m√ľssen gibt es grunds√§tzliche Ma√ünahmen die jeder Verbraucher treffen kann:

1. Richten Sie auf ihrem Computer eine guten Basisschutz ein!
(Virenscanner mit Echtzeitschutz, Firewall, Einstellungen im Browser)

2. Bevor Sie Online-Shopping betreiben, informieren Sie sich ausf√ľhrlich √ľber das anbietende Unternehmen.
(Fachzeitschriften, Verbraucherschutzverbände, Foren im Internet, etc.)

3. Achten Sie auf eine verschl√ľsselte Daten√ľbertragung.
(Verschl√ľsselungsverfahren „SSL“. Dazu ver√∂ffentlichen wir einen eigenen Beitrag in der kommenden Woche.)

4. Wenn möglich zahlen Sie niemals per Vorkasse !
(Zahlung besser nach Rechnungserhalt, viele Unternehmen bieten das an.)

5. Pr√ľfen Sie sorgf√§ltig die Allgemeinen Gesch√§fts-, Liefer-, Garantie- und
Gewährleistungsbedingungen. Ermitteln Sie die Identität und Anschrift des Anbieters.

6. Seien Sie sehr sensibel bei der √ÉŇďbermittlung von Bankdaten und pers√∂nlichen Daten!

Viele Verbraucherschutzverbände bieten hier Informationsschriften, Merkblätter und weitergehende Informationen an.

Link: Verbraucherzentrale

Nutzen Sie die Informationsm√∂glichkeit, bevor Sie auf Betr√ľger reinfallen!

Link: homepage des Autors

√úber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr√ľndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr√§ts und Reportagen oder macht investigative St√ľcke.

  • Leserin E.

    Die allermeisten Unternehmen verlangen Vorkasse, Zahlung gegen Rechnung gibt’s nach meiner Erfahrung (und ich kaufe sehr viel √ľber’s Internet) bei nur sehr wenigen Unternehmen. Verst√§ndlich, die Zahlungsmoral der Kundschaft ist – gelinde gesagt – sehr schwach entwickelt. Erst ab der zweiten oder dritten Bestellung sind die Unternehmen bereit, auch auf Rechnung zu liefern.
    Bisher habe ich keine schlechten Erfahrungen mit dieser Zahlungsart gemacht.
    Gute Erfahrungen habe ich, bevor ich etwas kaufe, mit Internetforen gemacht. Ich frage in themenbezogenen Foren nach, welche Erfahrungen andere Kunden mit dem von mir favorisierten Unternehmen gemacht haben und entscheide erst dann, ob ich dort etwas kaufe. Dieses Vorgehen lohnt sich immer dann, wenn man vor hat, öfter gleichartige Waren zu erwerben.
    Sollte man per Vorkasse zahlen m√ľssen (was imho ja meistens verlangt wird), lohnt es sich, per Lastschrift zu zahlen. Denn nur dann ist es m√∂glich, bei Unstimmigkeiten bei der Bank eine R√ľckbuchung zu veranlassen, was bei einer √úberweisung nicht m√∂glich ist. Damit hat man das Risiko der Vorausleistung weitgehend minimiert.